Artenschutzkonferenz 2010 (CITES CoP15)
Basar der bedrohten Arten
Die 15. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) fand vom 13. bis 25. März 2010 in Doha, Katar, statt. Die Vertragsstaaten stimmten über insgesamt 42 Anträge zum Schutzstatus bedrohter Wildtiere und -Pflanzen ab. Pro Wildlife setzte sich vor Ort und im Vorfeld für Wildtiere in aller Welt ein. Hier die wichtigsten Ergebnisse und unser Konferenz-Tagebuch.
Die folgenden Arten dominierten die Debatte:
Afrikanischer Elefant
Tansania und Sambia, beides Zentren von Wilderei und Elfenbeinschmuggel, beantragten den Schutz ihrer Elefantenbestände zu lockern und insgesamt 110 Tonnen Elfenbein zu verkaufen. Sieben afrikanische Staaten beantragen dagegen ein 20-jähriges Moratorium für jeglichen Elfenbeinhandel. Alle Anträge wurden abgelehnt. Lesen Sie mehr...
Eisbär
Der "König der Arktis" verliert seinen Lebensraum durch den Klimawandel. Verschärft wird die Situation durch den Abschuss Hunderter Tiere für den Handel mit Eisbärfellen und Jagdtrophäen. Die USA beantragte den höchsten Schutz für Eisbären und damit ein Handelsverbot. Dieser Antrag scheiterte am 18. März - auch an der Ablehnung der EU. Lesen Sie mehr...
Roter Thunfisch
Bis zu 160.000 Euro erzielt ein einziger Roter Thunfisch auf Fischauktionen in Japan. Kein Wunder, dass die Fischereiindustrie ihn gnadenlos verfolgt und ihm die Ausrottung droht. Der Antrag für ein absolutes Handelsverbot scheiterte mit einem desaströsen Ergebnis - vor allem am Widerstand Japans. Lesen Sie mehr...
Haie
Die EU, die USA und Palau stellten vier Anträge, Zur Aufnahme von insgesamt acht Haiarten in Anhang II. Während Dorn- und Heringshai auch an europäischen Fischtheken begehrt sind, sind die übrigen Arten - allen voran Hammerhaie - vor allem in Asien als Haifischflossensuppe gefragt. Doch alle Anträge erlitten einen tragischen Schiffbruch. Lesen Sie mehr...
Rotaugenlaubfrösche, Molche & Co.
Sechs Anträge zielten auf den Schutz von Tieren ab, die für den internationalen Heimtierhandel gefangen werden. Hierzu gehören Rotaugenlaubfrösche aus Zentralamerika, südamerikanische Schwarzleguane, der Zagrosmolch aus dem Iran und ein Riesenkäfer aus Bolivien. All diese Anträge wurden einstimmig angenommen. Lesen Sie mehr...

