Schutz für Kleinwale und Delfine
Protest gegen Delfinfang
Großwale unterliegen weltweit einem Jagd- und Handelsverbot – die Situation ihrer kleinen Vettern dagegen bleibt kritisch. Der internationale Schutz für Kleinwale und Delfine ist völlig unzureichend. Die Folge ist, dass weiterhin jedes Jahr Zehntausende von ihnen auf grausame Art und Weise getötet werden. Japan hält dabei den traurigen Rekord, aber auch in Europa wird Jagd auf "Flipper und Co" gemacht. Durch unkontrollierte Jagd geraten immer mehr Arten an den Rand der Ausrottung, ohne dass internationale Schutzgremien einschreiten. Pro Wildlife tritt für einen besseren Schutz von Kleinwalen und Delfinen ein. Wir kämpfen gegen die grausamen Praktiken der Delfinfänger sowie gegen die Errichtung und den Ausbau von Delfinarien. Und Pro Wildlife hilft, den Beifang in Fischernetzen zu verringern, eine der größten Gefahren für Kleinwale und Delfine.
Grausame Jagd auf Delfine und Kleinwale
Die größten Delfinmassaker der Welt finden in Japan statt, wo etwa 20.000 Tiere jährlich abgeschlachtet werden. Pro Wildlife fordert ein Ende dieser Barbarei. Im japanischen Fischerort Futo konnten die Delfinmassaker seit 2000 nahezu beendet werden, nachdem Videos der grausamen Jagd durch die europäischen Medien gingen und einen Proteststurm auslösten. Dank des neuen Dokumentarfilms DIE BUCHT (Kinostart in Deutschland 22.10.2009) besteht nun die Chance, auch in den anderen Regionen Japans die grausame Delfinjagd zu beenden.
Auch mitten in Europa werden immer noch Delfine und Kleinwale auf brutalste Weise gejagt: Auf den dänischen Färöer-Inseln sterben jährlich Hunderte Grindwale, bedrohte Entenwale und Delfine. Die Tiere werden mit Eisenhaken an den Strand gezogen und mit kleinen Messern getötet. Obwohl die oberste Gesundheitsbehörde im August 2008 in einem offenen Brief an die Regierung betonte, dass Grindwalfleisch wegen seiner Quecksilberbelastung für den menschlichen Verzehr gänzlich ungeeignet ist, geht die Jagd auf den Färöer-Inseln weiter. Und in Grönland werden Narwale und Belugas (Weißwale) bejagt – obwohl die Tiere immer seltener werden.
Fang für Delfinarien
Vergnügungsparks in aller Welt halten Hunderte aus dem Meer gefangener Kleinwale und Delfine als "schwimmende Clowns". In kargen Betonbecken und abgeschnitten von ihrem Familienverband verkümmern die sozialen Tiere. Dennoch sind Delfinarien und Angebote wie die Delfintherapie nach wie vor populär. Pro Wildlife kämpft gegen den Fang der kleinen Meeressäuger, protestiert gegen den Neubau von Delfinarien und klärt die Öffentlichkeit über das Leid der intelligenten Meeressäuger in Gefangenschaft auf. Unter anderem machte Pro Wildlife bekannt, wie eine internationale Delfin-Mafia vor den Salomonen Große Tümmler fängt, um sie an Vergnügungsparks zu verkaufen. Derzeit ist der japanische Fischerort Taiji der weltgrößte Lieferant wildgefangener Delfine – doch wir hoffen, dass verstärkte Protetste der Öffentlichkeit aufgrund des Kinofilms DIE BUCHT eine Kehrtwende einleiten.
Delfinjagd in Futo (Japan): Eine Erfolgsgeschichte
- Im Juni 2000 spielen Tierfreunde aus Japan Pro Wildlife ein Video zu, das die grausame Delfinjagd im japanischen Fischerort Futo zeigt.
- Pro Wildlife gibt das Video an stern-TV, das Magazin STERN bringt das Thema zeitgleich als Titelgeschichte. Die Berichte schlagen ein wie eine Bombe: Niemals zuvor wurden solche schockierenden Bilder von der Delfinjagd veröffentlicht.
- Zehntausende Menschen protestieren bei der japanischen Botschaft in Berlin. Fernsehsender in ganz Europa strahlen das Video aus. Auch Zeitschriften und Zeitungen berichten über die brutale Delfinjagd in Futo. Und das Unglaubliche geschieht:
- September 2000 - eigentlich Start der neuen Jagdsaison: Doch der kleine Fischerort Futo, in dem zuvor jährlich bis zu 600 Delfine abgeschlachtet wurden, beugt sich dem internationalen Protest: Die Massaker sind seither dort eingestellt! Mit Ausnahme von 24 Tieren, die 2004 gefangen wurden. Dies rettete bis 2009 knapp 5.000 Delfinen das Leben!
Futo liegt in der japanischen Provinz Wakayama. Dort liegt auch das Fischerdorf Taiji, unfreiwilliger Schauplatz des Dokumentarfilms DIE BUCHT, der seit 22. Oktober 2009 in deutschen Kinos läuft. In Taiji werden noch immer 2.000 Delfine jährlich in Buchten getrieben und dort mit Messern und Speeren getötet.
Helfen Sie, damit sich die Erfolgsgeschichte von Futo auch in Taiji und den anderen japanischen Gemeinden, wo heute noch Delfinjagd stattfindet, wiederholt.




