Elefantenwaisenhaus in Sri Lanka

Elefantenwaise Indria im Elephant Transit Home, Sri Lanka©Pro Wildlife

Eine Zukunft für kleine Rüsseltiere

Das Elephant Transit Home (ETH) im Süden Sri Lankas nimmt verwaiste und verletzte Elefantenbabys auf, pflegt sie gesund und bereitet sie auf ihre Rückkehr in die Freiheit vor. Erst wenn sie allein zurechtkommen, mit etwa fünf Jahren, werden die Elefantenkinder gruppenweise in den Udawalawe Nationalpark ausgewildert. Pro Wildlife unterstützt das Elefantenwaisenhaus durch sein Patenschaftsprojekt für den Elefantenschutz.

Elephant Transit Home, Sri Lanka©BFFHilfe für Waisenelefanten

Das Team des Elefantenwaisenhauses hat alle Hände voll zu tun: Sechs Mal täglich brauchen die Elefantenkinder ihre Milch: 25 Liter trinkt ein sechs Monate altes Elefantenbaby pro Tag. Die kleinen Elefanten sind meist in einem erbärmlichen Zustand, wenn sie in der Auffangstation eintreffen. Über 200 Elefanten starben alleine im Jahr 2009 in Sri Lanka durch Menschenhand. Zurück bleiben Dutzende hilflose Jungtiere, die ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance haben. Die Neuankömmlinge müssen in der Station noch viel lernen, vor allem die Fähigkeiten, die sie zum Überleben in der Wildnis benötigen. Dabei sind die älteren Artgenossen in der Gruppe die wichtigste "Bezugsperson". Die meiste Zeit verbringen die Rüsseltiere mit Spielen und Futtersuche. Sobald die Tiere allein zurechtkommen, werden sie in Gruppen in einem sicheren Nationalpark ausgewildert, wo sie sich wilden Herden anschließen können.

Elefant Indira in der Herde©ETH

Zurück in die Freiheit

Pro Wildlife hat das Elefantenmädchen Indira adoptiert. Völlig abgemagert und geschwächt irrte sie im Alter von fünf Tagen mutterseelenallein im Ampara-Wald umher, von ihrer Mutter fehlte jede Spur. Priester eines Hindu-Tempels fanden das hilflose Geschöpf. Nur durch das schnelle Handeln der Elefanten-Auffangstation konnte Indira überleben. Denn während Elefanten in ihrem Alter normalerweise bereits stolze 125 kg auf die Waage bringen, wog sie gerade einmal 40 kg.

Ohne medizinische Rund-um-die-Uhr-Betreuung wäre das Elefantenmädchen sicher verhungert.

Anfangs hatte Indira mit Infektionskrankheiten zu kämpfen, da ihr die für eine gesunde Immunabwehr so wichtige Muttermilch fehlte. Dass sie überlebte, ist der Fürsorge und Ausdauer ihrer Pfleger zu verdanken.

Sie können helfen: Unterstützen Sie das Elefantenschutzprojekt von Pro Wildlife mit einer Patenschaft oder Spende!

Elefanten im Udawalawe Nationalpark©Pro WildlifeElefanten in Sri Lanka

Die Elefanten auf der Insel Sri Lanka sind hochbedroht: Lebten dort Anfang des 20. Jahrhunderts noch rund 12.000 Elefanten, sind es heute nur noch wenige Tausend, die genaue Zahl ist umstritten. Den Dickhäutern machen vor allem der Lebensraumverlust durch die Zunahme der Siedlungen zu schaffen. Auf der Futtersuche geraten die Elefanten immer wieder in Konflikt mit Menschen. Über 200 Elefanten starben 2009 durch Menschenhand. Stirbt die Mutter oder flüchtet sie, bleibt der Nachwuchs hilflos zurück.

Mit freundlicher Genehmigung der Zeitung tz lesen Sie hier einen Bericht über das Engagement des Elefantenwaisenhauses.