Jahr des Gorillas
SOS für Gorillas
Die Vereinten Nationen (genauer gesagt: die UN-Konvention zum Schutz wandernder Arten) haben das Jahr 2009 zum "Jahr des Gorillas" erklärt. Beide Arten, der Westliche und der Östliche Gorilla, sind stark bedroht. Die beiden Unterarten des Westlichen Gorillas sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN sogar vom Aussterben bedroht.
Mit Schutzprojekten vor Ort, Informationskampagnen und politischer Arbeit setzt sich Pro Wildlife für den Schutz wild lebender Gorillas ein. Unterstützt werden wir dabei von Senta Berger, die als Gorilla-Botschafterin von Pro Wildlife ebenfalls auf die Gefahren für die Menschenaffen hinweist.
Bevölkerung sensibilisieren – Gorillas retten
Pro Wildlife unterstützt seit 1999 das Limbe Wildlife Centre in Kamerun, eine der wenigen Auffangstationen für verwaiste Gorillas. Die Station pflegt zum einen Affenkinder, deren Eltern gewildert wurden, und versorgt sie medizinisch. Zum anderen will das Limbe Wildlife Centre die Menschen für den Naturschutz gewinnen und klärt sie über die Bedrohung von Gorilla, Schimpanse & Co. auf. In einem Informationszentrum lernen Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise Wissenswertes über unsere nächsten Verwandten und wie sie den immensen Artenreichtum in ihrer Heimat schützen können. Die Kinder aus der Region nehmen das Angebot begeistert an: Viele besuchen jeden Samstag den "Nature Club"– ganz freiwillig.
Kampf gegen die Wilderei
Um zu verhindern, dass Gorillas gewildert werden, müssen Schutzgesetze und deren Umsetzung verbessert werden. Deshalb unterstützt Pro Wildlife verdeckte Ermittlungen gegen Wilderer und Tierschmuggler in Kamerun und der Republik Kongo und setzt sich dafür ein, dass bestehende Gesetze auch umgesetzt werden. Nur wenn Wilderei und illegaler Handel effektiv bekämpft werden, haben Gorillas und andere Wildtiere dauerhaft eine Überlebenschance.
Den Lebensraum der Gorillas erhalten
Damit Gorillas langfristig überleben können, müssen wir ihren Lebensraum bewahren. Der ungebremste Kahlschlag der Regenwälder nimmt den Gorillas ihr grünes Dach. Besonders die Cross-River-Gorillas, eine seltene Unterart der Westlichen Gorillas, leiden unter der Waldzerstörung: Nur noch 250 bis 300 Individuen leben im Grenzgebiet zwischen Kamerun und Nigeria. Um eine der letzten Populationen der Cross-River-Gorillas zu retten, startete Pro Wildlife gemeinsam mit der Wildlife Conservation Society ein Projekt im Kagwene Gorilla Sanctuary. Dieses Gebiet wurde zwar 2008 unter Schutz gestellt, ist aber bis heute von der menschlichen Nutzung gezeichnet. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fällen bisher im Schutzgebiet Bäume, um an den Honig von Wildbienen zu gelangen. Pro Wildlife stellt der lokalen Bevölkerung Bienenstöcke zur Verfügung, und schult sie für den Betrieb einer Imkerei. So bekommen die Menschen vor Ort die Möglichkeit, Honig zu gewinnen und dabei den Wald zu schonen – und die Cross-River-Gorillas die Chance auf ein ungestörtes Leben in einem ihrer letzten Rückzugsgebiete.
Weitere Informationen finden Sie auf der Pro Wildlife Sonderseite www.jahr-des-gorillas.de.


