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Live von der Walfangtagung


PW_auf_IWC62(c)ProWildlifeVon der 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangtagung in Agadir, Marokko (16.-25. Juni 2010), berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife:

Agadir, 25. Juni 2010: Walfangbasar: "Tausche Finnwale gegen Buckelwale..."

Heute endet die diesjährige Walfangkonferenz. Es überwiegt die Erleichterung darüber, dass der gefährliche Kompromissvorschlag zur Legalisierung des kommerziellen Walfangs gescheitert ist. Mein Fazit ist: Der Walfang Japans, Norwegens und Islands ist absurd, sie lagern Tausende Tonnen Walfleisch, die niemand essen will.  Es geht hier nur um Politik und darum, sein Gesicht nicht zu verlieren. Um die Walfänger zum Einlenken zu bewegen, braucht der Walschutz künftig einen viel höheren politischen Stellenwert – auch bei Europas Regierungen. Dann haben wir eine Chance, das sinnlose Töten zu stoppen.

Die diesjährige IWC-Tagung wird uns lange in Erinnerung bleiben: Es ist die Konferenz, auf der endlich der unsägliche "Kompromissvorschlag" zu Grabe getragen wurde, der den kommerziellen Walfang wieder erlaubt hätte. Es ist auch die Konferenz, auf der endlich die Bestechungspraxis Japans für Schlagzeilen sorgte. Es ist die Konferenz, auf der Grönland Buckelwale gegen Finnwale tauschen darf, als sei man hier auf dem Basar. Und es ist die Konferenz, bei der die Umweltgefahren für Wale und die Folgen für Menschen mehr beachtet wurden, als je zuvor. Trotz des Schattens, den die Buckelwal-Entscheidung von heute wirft, kann Pro Wildlife mit dem Ausgang der diesjährigen Tagung zufrieden sein.

Buckelwal(c)WWelles

Am letzten Tag der Walfangtagung gab es heute eine beschämende Diskussion zu einem Antrag Dänemarks, eine jährliche Buckelwalquote für die Ureinwohner Grönlands zu bekommen. Dies sollte zusätzlich zu den bereits genehmigten 178 Zwerg-, 19 Finn- und zwei Grönlandwalen geschehen, obwohl diese Fangquoten nur selten ausgeschöpft werden. Aber Buckelwalfleisch scheint den Grönländern mehr zu munden. Gestern abend gab es bereits eine seeehhhr ausführliche Präsentation auf grönländisch, die dann in epischer Breite auf englisch wiederholt wurde. Nach endlosem Hin- und Her-Geschachere einigten sich heute Dänemark und die EU, die diesen Antrag ursprünglich ablehnte, auf jährlich neun Buckelwale – im Gegenzug verzichtet Grönland auf neun Finnwale. Beide Walarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Dies ist das erste Mal seit Inkrafttreten des Moratoriums von 1986, dass die IWC Buckelwale zur Jagd freigibt.

Agadir, 24. Juni 2010: Von giftigem Walfleisch und anderen Dingen

Am Tag nach dem Platzen des Walfangdeals kommen hier andere Themen zur Sprache: Die Umweltbelastung für Wale (Thema war hier u.a. die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko), das geplante Schutzgebiet im Südatlantik und die angeblichen Erkenntnissen aus dem japanischen "Wissenschaftswalfang". Auch die Jagdmethoden der Walfänger waren ein Thema. Es wird zwei Workshops geben: Einer wird die Tötungsmethoden kritisch hinterfragen – und das ist angesichts von Leidenszeiten angeschossener Tiere von über zwei Stunden dringend nötig. Ein anderer Workshop soll sich mit den Risiken und Folgen einer Ölkatastrophe in der ökologisch besonders sensiblen Arktis beschäftigen.

Walfleisch_in_Japan(c)EIA

Auch das Thema Gesundheitsrisiken von Walfleisch für Konsumenten stand auf dem Programm. Zwölf Länder unterstützten unser Anliegen, dass die IWC und die Weltgesundheitsorganisation WHO enger zusammenarbeiten, einige forderten einen speziellen Workshop und dass sich der Wissenschaftsausschuss sich endlich mit diesem Thema befasst. Andere verlangten, dass die Walfangländer ihre Bevölkerung über die Gesundheitsrisiken aufklären sollen. Damit war dieser Aspekt, von dem wir uns eine immer geringere Nachfrage nach Wal- und Delfinfleisch versprechen, eines der am intensivsten diskutierten Themen auf der Konferenz.

Spät am Abend kamen erstmals einige Verbände zu Wort: Kollegen aus Westafrika und der Karibik berichteten, wie ihre Länder korrumpiert werden – bis hin zum IWC-Vorsitzenden. Eine norwegische Organisation berichtete, dass die Bevölkerung in Norwegen zunehmend Bedenken wegen der Grausamkeit der Jagd hat. Schließlich berichtete ein japanischer Greenpeace-Mitarbeiter, was beim japanischen "Wissenschafts"-Walfang für illegale Machenschaften laufen. Die Aufregung um diese Statements war groß: Selten waren zuvor so deutliche Worte gesprochen worden!

IWC-Tagung_Agadir(c)ProWildlifeAgadir, 23. Juni 2010: Der Walfangkompromiss ist gescheitert!

Endlich können wir aufatmen: Der gefährliche Kompromissvorschlag ist vom Tisch und wurde heute offiziell als gescheitert erklärt, vorerst zumindest. Damit bleibt das Walfangverbot erhalten - und Japans, Islands und Norwegens eigenmächtige Jagd wird nicht legitimiert! Auch wenn dies die Probleme in der IWC nicht löst und die Waljagd der drei Länder noch immer nicht unter Kontrolle ist, hätte doch ein solcher Deal ausgerechnet sie für dieses rücksichtsloses Verhalten belohnt. Mit der Legalisierung des kommerziellen Walfangs, ohne ein verbindliches Ausstiegsszenario, hätte die IWC ein Fass aufgemacht, das sie nicht mehr zubekommen hätte.  Entsprechend erleichtert sind wir, dass der schmutzige Deal geplatzt ist. All die Anstrengungen der letzten Monate haben sich gelohnt. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an meine Kollegen Niki Entrup (WDCS), Thilo Maack (Greenpeace) und Ralf Sonntag (IFAW): Dies war eine tolle Zusammenarbeit mit einem erfolgreichen Ergebnis!

IWC-Konferenz_Agadir(c)ProWildlifeAgadir, 22. Juni 2010: "Wir müssen draußen bleiben"

Unsere gestrige Pressemitteilung zum Skandal um den IWC-Vorsitzenden hat hohe Wellen in den Medien geschlagen – hier in Agadir ist von der Empörung jedoch nichts zu spüren. Die Delegation Japans, dem Land, das mit seinem Stimmenkauf für weltweite Schlagzeilen gesorgt hat, gibt sich gelassen. 40 Leute zählt alleine die japanische Delegation – damit ist jeder zehnte Teilnehmer der IWC-Tagung ein offizieller Vertreter der japanischen Regierung! 

Noch immer tagen die IWC-Mitgliedsstaaten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch auch so hat man seine Informationsquellen… Während Deutschland, England und nun auch Frankreich auf ein Exportverbot für Walprodukte und ein konkretes Datum für ein Ende des kommerziellen Walfangs drängen, lehnt der isländische Vertreter hier dies bislang strikt ab. Doch in Island selbst überlegt die Regierung derzeit, ob sie wirklich weiterhin die Rolle des bösen Buben auf der IWC spielen will. Man hat auch einen Ruf als Touristenziel zu verlieren. Und die dänische Delegation will eigentlich keine Nachbesserungen des Deals, darf aber laut ihrer Regierung die EU nicht blockieren…. Derweil heißt es für mich, den dicken Bericht des IWC-Wissenschaftsausschusses zu durchzuforsten.  Außerdem stehen heute noch zwei Arbeitsgruppentreffen der Verbände hier an. Morgen soll dann die Katze aus dem Sack gelassen werden: Wird es ein überarbeitetes Kompromisspapier geben oder platzen die Verhandlungen? Rein theoretisch stehen danach u.a. die Themen Tötungsmethoden und Giftstoffe in Walfleisch auf dem Plan – aber das kann sich alles noch ändern.

Japans_Delegation_IWC62(c)ProWildlife

Agadir, 21. Juni 2010: Business as usual

Als wäre nichts gewesen eröffnete heute der Vorsitzende die 62. Jahrestagung der IWC. Kein Wort zu den Bestechungsvorwürfen gegen ihn – im Gegenteil, man gratulierte ihm zu seinen Bemühungen um den geplanten Kompromiss.

Manchmal frage ich mich schon, was passieren müsste, damit hier endlich einmal die Walschutzländer auf den Tisch hauen und sagen: "So nicht! Mit Callgirls und Schecks dürfen keine Stimmen gekauft werden." In einem für Verbände nicht zugänglichen Treffen hat der Vorsitzende sein Bedauern geäußert, dass die Presse "solche Geschichten" produziert. Kein Wort des Bedauerns über sein eigenes Verhalten, kein kritisches Wort von den IWC-Mitgliedsstaaten... Die Verhandlungen um den Kompromissvorschlag sollen scheinbar um nichts in der Welt gestört werden. Deshalb schließen sich für uns Verbände jetzt für den Rest des heutigen und morgigen Tages die Türen, hinter denen die Delegierten unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter verhandeln werden. Aber wir werden auch diese Zeit nutzen, alles daran zu setzen, dass kein fauler Kompromiss auf Kosten der Wale ausgehandelt wird.

Agadir, 20. Juni 2010: Schmiergelder und Prostituierte

Pünktlich zum offiziellen Tagungsbeginn morgen gab es hier heute einen Paukenschlag: Die englische Zeitung Sunday Times den aktuellen IWC-Vorsitzenden Anthony Liverpool der Bestechung überführen. In einem heutigen Artikel berichtet sie, dass das Geld für die gesamten Reisekosten des Mannes aus Antigua & Barbuda von Japan bezahlt wurde. Als Vorsitzender hat Liverpool maßgeblichen Einfluss auf den Inhalt des Deals. Bereits vor einigen Tagen hatte ein anderer Artikel der Sunday Times  aufgedeckt, wie Japan sich die Stimmen von Entwicklungsländern erkauft: Schmiergeld und Prostituierte – diese schmutzigen Praktiken der Walfänger sind seit langem bekannt, konnten aber selten so deutlich enthüllt werden. Morgen, wenn die Hauptversammlung beginnt, wird sich zeigen, ob die entlarvten Bestochenen hier wirklich erscheinen und ob Liverpool sein Amt als Vorsitzender fortführt.

Heute tagen die Delegationsleiter den ganzen Tag hinter verschlossenen Türen. Noch immer versuchen sie, eine Einigung zu erzielen. Währenddessen treffen sich bei den Verbänden erneut diverse Arbeitsgruppen. Für Pro Wildlife steht neben dem "Kompromissvorschlag" auch weiterhin das Thema Giftstoffbelastung von Walfleisch und die Gesundheitsrisiken für Konsumenten im Mittelpunkt, weil wir hoffen, hierdurch die Nachfrage nach Walfleisch weiter reduzieren zu können.

Buckelwale(C)NOAAAgadir, 18. Juni 2010: Ruhe vor dem Sturm

Heute stehen Budget- und Verwaltungsthemen auf der Agenda, Verbände sind hierbei nicht zugelassen. Gesprächsmöglichkeiten mit den Delegierten gibt es dennoch reichlich – ob beim Frühstück oder den Kaffeepausen im Konferenzgebäude. Gestern abend bei der Verbändeanhörung der EU konnten wir zwar einige wichtige Probleme ansprechen, aber es zeigte sich wieder einmal, wie sehr sich die EU bei dringenden Themen, wie z.B. Islands rücksichtlosem Walfang, in Bürokratien verstrickt und mit sich selbst beschäftigt ist. Dies wird immer mehr zum Problem. Heute will der EU-Rat in Brüssel eine einheitliche Position festlegen, die gegenüber früheren Versionen nachgebessert wurde.

Ansonsten ist der Tag eine Gelegenheit, sich durch die vielen Dokumente zu kämpfen. Im Kleingedruckten finden sich zahlreiche Informationen, wie z.B. dass in der Subsistenzjagd in Russland Grauwale noch immer mit bis zu 260 Gewehrkugel beschossen werden und bis zu 77 Minuten leiden, bevor sie endlich der Tod erlöst. Was sich dort oft abspielt, ist ein Gemetzel.

Agadir, 17. Juni 2010: EU wacht auf

Die EU, mit 25 der 88 IWC-Stimmen einer der Weichensteller bei allen IWC-Entscheidungen, ist endlich aus ihrem passiven Dämmerzustand aufgewacht. Auch wenn ich bis zum offiziellen Konferenzbeginn am Montag noch keine Stellungnahmen zitieren darf, kann ich – auch durch viele Gespräche außerhalb des Konferenzraums – schon mal berichten, dass in der EU die kritischen Stimmen gegen den Walfangdeal wachsen. Hauptkritikpunkte sind die Unausgewogenheit des Kompromissvorschlags, der den Walfangländern kaum etwas abverlangt, und die politisch statt wissenschaftlich gesetzten Fangquoten. Die USA versuchen immer noch mit allen Mitteln, eine Einigung hinzubekommen und wollen dafür eine spontane kleine Arbeitsgruppe einrichten – also erneut Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Doch die Chancen für den faulen Kompromiss sind angesichts des wachsenden Widerstandes stark geschrumpft. Morgen wird die EU ihre Verhandlungsposition offiziell beschließen, Details sind bereits durchgesickert.

Walfluke(c)MCatanzariti

Agadir, 16. Juni 2010: Debatten über "Die Zukunft der IWC"

Heute und morgen wird hier in einer Sonderarbeitsgruppe nichts Geringeres als "Die Zukunft der IWC" verhandelt. Dahinter verbirgt sich die Diskussion um das vorgeschlagene Kompromisspaket. Die genauen Diskussionen heute unterliegen bis Montag der Geheimhaltung, aber alles, was außerhalb des Konferenzraumes zu erfahren ist, kann ich bereits berichten. Aus den USA habe ich z.B. erfahren, dass die USAbislang eine der Triebfedern dieses Deals – sich zwar noch immer nicht der enormen Risiken bewusst ist, aber zumindest die kommenden zwei Tage sondieren möchte, ob der Deal denn überhaupt breite Unterstützung findet. Falls nicht, überlegt man, die Rolle als Verhandlungsmotor aufzugeben. Das wäre angesichts der enormen Kompromissbereitschaft der USA, die bisher lieber einen schlechten als gar keinen Kompromiss wollten, eine gute Entwicklung. Auch Deutschland hatte bis vor kurzem eine ähnliche Haltung, fordert aber nun umfassende Nachbesserungen des Kompromisses.

Auch in Island gibt es eine interessante Entwicklung: Scheinbar ist man dort durch Gespräche verunsichert, in denen Deutschland betonte, dass Island, wenn es wie beantragt EU-Mitglied würde, weder Walfang noch Handel betreiben dürfte. Der Start der Finnwaljagd, der eigentlich vor wenigen Tagen hätte sein sollen, wurde verschoben...

Die zweite Schlüsselfigur neben den USA ist die EU mit ihren 25 der 88 IWC-Stimmen. Heute abend gibt es noch eine Verbändeanhörung der EU, die wir nutzen werden, um nochmals auf die größten Gefahren des Kompromisspaketes hinzuweisen. Und die kritischen Stimmen innerhalb der EU gegen den Deal wachsen.

München, 14. Juni 2010: Letzte Vorbereitungen für die große Schlacht

Die letzten Unterlagen für den großen Showdown sind zu packen – morgen gehts in den Flieger nach Agadir. Im Gepäck ist u.a. der großartige Bundestagsbeschluss vom vergangenen Donnerstag, der das Verhandlungsmandat der Bundesregierung festlegt. Dies ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium, unserer parallelen online-Protestaktion und dutzenden Gesprächen mit Politikern: Die Bundesregierung ist  endlich von ihrer kompromissfreudigen Haltung abgerückt und wird sich in Agadir für ein konkretes Auslaufen jeglichen kommerziellen Walfangs einsetzen. Die eigentliche IWC-Tagung fängt erst am Montag, dem 21. Juni, an. Doch finden schon am 16. und 17. die Vorverhandlungen zur "Zukunft der IWC" statt – unter diesem Stichwort wird der unsägliche Walfangdeal verhandelt. Ab Mittwoch halte ich Sie hier über die IWC-Entwicklungen auf dem Laufenden...

2010: Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt

Vielfalt statt Einfalt: die CBD

Die Konvention der Vereinten Nationen zur Biologischen Vielfalt (CBD, Convention on Biological Diversity) beschloss 2002 das ehrgeizige Ziel, bis zum  Jahr 2010 – dem Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt – das Tempo der Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten "maßgeblich zu reduzieren". Dieses Ziel wurde klar verfehlt: Noch immer fischen High-Tech-Flotten die Meere leer, zerstören Kettensägen riesige Urwaldflächen, plündern Tierfänger die Natur für den Heimtiermarkt in den Industrieländern, tragen wir alle zur globalen Erwärmung bei.

Plumplori©A_NekarisWas ist Biologische Vielfalt? Und warum ist sie in Gefahr?

Biodiversität umfasst die Vielzahl der Ökosysteme und die Vielfalt der Arten und Gene. Zu den "Hot Spots" gehören die Regenwälder Amazoniens und Zentralafrikas, aber auch die Tiefsee oder die afrikanische Insel Madagaskar. Nicht erst der Verlust einer Art reduziert die Biodiversität, sondern bereits das Auslöschen lokaler Bestände. Bedroht ist die Biodiversität, weil der Mensch Lebensräume zerstört, seltene Tierarten rücksichtslos jagt und fängt. Eingeschleppte Tiere und Pflanzen verdrängen heimische Arten. Nicht zuletzt bewirken Umweltverschmutzung und der Klimawandel, dass unzählige Arten für immer verschwinden.

Tun auch Sie etwas für den Erhalt der Biologischen Vielfalt - mit unseren Praxistipps!

 

Pro Wildlife Kampagnen

ThunfischInFischernetz©NOAASchutz der Meere

80 Prozent der Fischbestände sind überfischt, ein Drittel aller Haiarten ist inzwischen bedroht, der Rote Thun steht vor der Ausrottung. Die EU diskutiert derzeit eine Reform ihrer Fischereipolitik, die bis 2012 in Kraft treten soll. Pro Wildlife hat einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet, der eine ökologisch verträgliche Fischerei ermöglichen würde. Lesen Sie mehr... 


 

Orang-Utan_Indonesien©EIASchutz der Wälder

24,3 Hektar Wald werden nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO pro Minute weltweit zerstört. Der reale Verlust ist noch höher, weil die FAO Aufforstungen und Plantagen als Wald gutrechnet. Pro Wildlife setzt sich für ein EU-Importverbot für illegale Hölzer ein, um den Raubbau an den Tropenwäldern zu bekämpfen. Pro Wildlife unterstützt Projekte zum Schutz des Regenwaldes in Kamerun und Peru. Lesen Sie mehr...


 

Eisbaerenfamilie(c)iStock_000004372328Schutz des Klimas

Waldschutz ist Klimaschutz – diese beiden Kampagnen greifen Hand in Hand! Pro Wildlife informiert Verbraucher über die Herkunft von Papier, die Folgen des Tropenholzhandels und bietet mit seinem Klimarechner die Möglichkeit, die Umweltsünden von Reisen "wiedergutzumachen". Lesen Sie mehr...


 

FurciferPardalis©RWirthSchutz von Arten

Millionen Reptilien, Amphibien, Säugetiere und Fische landen alljährlich aus der Wildnis in Europas Wohnzimmern. Immer neue Arten sind durch diesen Massenhandel bedroht. Pro Wildlife setzt sich, u.a. beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen, für weltweite Handelsbeschränkungen ein. Lesen Sie mehr...

 

Die IWC 2010 - ein Schicksalsjahr für Wale

Buckelwal©NOAADas Walfangverbot stand auf der Kippe

Vom 21. bis 25. Juni 2010 findet die 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir, Marokko statt; Im Mittepunkt stand ein brandgefährlicher "Kompromiss"-Vorschlag der IWC zwischen Walfängern und Walschützern, der am 23. Juni gescheitert ist. Pro Wildlife ist vor Ort und kämpft für einen strengen Schutz der Wale.

>> IWC-Tagebuch: Aktuelles von der Walfangtagung


Seit 2008 hat eine kleine Gruppe von Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) – darunter auch Deutschland – hinter verschlossenen Türen einen "Kompromiss" ausgehandelt. Ursprünglich sollte dieser die verhärteten Fronten zwischen Walfang- und Walschutzländern aufbrechen und den bisherigen Walfang Japans, Norwegens und Islands unter die Kontrolle der IWC bringen.

Der diskutierte Kompromissvorschlag wäre ein Desaster, denn er würde...

  • ... das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangverbot der IWC aufheben: Der Vorschlag würde Japan, Island und Norwegen die Jagd auf knapp 1.400 Wale im Jahr genehmigen – darunter so bedrohte Arten wie Finn- und Seiwale. Norwegen würde sogar mehr Wale töten dürfen, als seine Walfänger dies derzeit entgegen dem Willen der IWC tun.
  • Harpune_Island©OLindquist... Japan den Walfang ausgerechnet im Antarktisschutzgebiet genehmigen: Dieses wurde 1994 eingerichtet, um Walen eine sichere Zuflucht vor den Harpunen zu schaffen. Nun will die IWC Japan den Fang von jährlich 400 Zwergwalen und zehn Finnwalen – nach drei Jahren "nur" noch je drei Finnwale, nach fünf Jahren je 200 Zwerg- jährlich absegnen.
  • ... Japans Walfang auf Jahrzehnte manifestieren: Japans Walfang-Fabrikschiff wurde 2008 bei einem Brand stark beschädigt und nur provisorisch repariert. Derzeit steht die japanische Regierung vor der Entscheidung, Millionen in den Bau eines neuen Fabrikschiffes zu investieren. Eine IWC-legitimierte Fangquote würde die Entscheidung zugunsten des Walfangs fördern.
  • ... das Ende des internationalen Handelsverbotes für Walfleisch einläuten: Sobald das Walfangverbot kippt, droht dies auch das auf dem Jagdverbot basierende Handelsverbot des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) für Walfleisch zu Fall zu bringen.
  • ... Islands Walfang bei seinen EU-Beitrittsverhandlungen stärken: Nach EU-Recht sind kommerzieller Walfang und Handel mit Walprodukten streng verboten. Würde die IWC nun Island eine kommerzielle Fangquote von 160 Walen jährlich genehmigen, erhöht dies das Risiko für eine Ausnahmeregelung bei Islands EU-Beitritt.
  • ... das bestehende Schlupfloch des "Wissenschaftswalfangs" nicht schließen. Japan hat bereits Interesse bekundet, unter dem Deckmantel der Wissenschaft auch weiterhin Wale zu fangen...

Finnwal©CentreForWhaleResearchAngebliche Zugeständnisse an die Walschutzseite:

  • ein neues Walschutzgebiet im Südatlantik – in einem Gebiet, in dem überhaupt kein Walfang stattfindet!
  • mehr Mitspracherecht für Verbände, wie dies in anderen internationalen Konventionen ohnehin längst selbstverständlich ist.
  • Daten zu Tötungsmethoden und Tierschutz, die die Walfangländer liefern sollen. Dies müssten sie laut IWC-Bestimmungen bereits jetzt und verweigern dennoch seit Jahren die Zusammenarbeit.

Die Bilanz ist klar: Der faule "Kompromiss" hätte den grausamen Walfang auf Jahre hinaus legitimiert und entscheidende Erfolge des Walschutzes zunichte gemacht, ohne greifbare Verbesserungen zu bringen.

Die IWC-Jahrestagung findet vom 21. bis 26. Juni 2010 in Agadir, Marokko, statt - zuvor gibt es bereits wichtige Vorverhandlungen. Pro Wildlife setzt sich vor Ort für einen konsequenten Walschutz ein. Wir kämpfen dafür, dass die Wale keinem faulen "Kompromiss" geopfert werden.

Wald & Klima

Moyobamba, Peru©Pro WildlifeWaldschutz ist Artenschutz

Wildtiere brauchen intakte Lebensräume. Biologische Schatzkammern zu bewahren ist uns daher ein großes Anliegen. Mit Schutzzonen und der Renaturierung gerodeter Flächen bietet Pro Wildlife Wildtieren wie Wollaffen, Anden-Springaffen und Gelbbrustaras im Amazonasbecken eine Zuflucht. In Zentralafrika bewahren wir eines der letzten Rückzugsgebiete für die seltenen Cross-River-Gorillas.
>> Vor Ort

>> Kampagnen

 

Regenwaldschutz vor Ort

Wollaffe kletternd in Tarangue, Peru©N.Starnick

Lebensraum für seltene Tierarten

Pro Wildlife und sein Projektpartner Ikamaperu haben sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum seltener Affen und anderer Wildtiere im Amazonasgebiet zu erhalten. In der Pufferzone des Pacaya Samiria National Reserve im Amazonas konnten wir bereits über 20.000 Hektar Primärwald langfristig unter Schutz stellen und damit  seltenen Tierarten ihren Lebensraum bewahren. Lesen Sie mehr... 

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Westliche Gorillas©I.RedmondBienen sollen Gorillas retten

Im Kagwene-Schutzgebiet im Südwesten Kameruns leben die letzten Vertreter einer äußerst seltenen Art: Von den dort heimischen Cross-River-Gorillas gibt es weniger als 300 wildlebende Exemplare. Die laut Roter Liste der IUCN vom Aussterben bedrohte Unterart des Westlichen Gorillas lebt nur noch im Grenzgebiet zwischen Kamerun und Nigeria. Lesen Sie mehr...

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Wald- und Klimaschutz-Kampagnen

Orang--Utan in Indonesien©EIA

Finger weg von Tropenholz

Alle großen Menschenaffen leiden unter den Folgen der ungebremsten Abholzung. Pro Wildlife gibt in dem Einblick in die zerstörerische Holzwirtschaft in Indonesien, Malaysia, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo. Und rät Verbrauchern, auf Produkte aus tropischem Holz zu verzichten. Lesen Sie mehr...

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Sonnenuntergang©A.GabanyiUrlaubsaktion Klimaschutz

Ihre Urlaubsreise zum Schutz der Gorillas! Reisen bildet, entspannt – und belastet das Klima. Mit Hilfe unseres Klimarechners können Sie die durch Ihren Flug oder Ihre Autofahrt verursachte CO2-Emission ermitteln und für den Schutz des Gorillawaldes im Kagwene-Schutzgebiet spenden. Lesen Sie mehr...

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Recycling-Toilettenpapier©Pro Wildlife

Aktion Recycling-Papier

Mit 235 kg pro Kopf und Jahr gehört Deutschland weltweit zu den Spitzenreitern im Papierverbrauch. Leider ist die Nachfrage nach Recyclingpapier hierzulande drastisch zurückgegangen. Das recycelte Papier wird exportiert, während eigens gefällte Bäume importiert werden. Die sechs hartnäckigsten Gerüchte rund ums Recyclingpapier und was dahinter steckt. Lesen Sie mehr...

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Holztransporter in Kamerun©Pro Wildlife

Importverbot für illegales Tropenholz

Überall in den Tropen fressen sich Kettensägen rasend schnell durch riesige Waldlfächen. Jede Minute verschwinden 14 Hektar Wald unwiderbringlich. Pro Wildlife kämpft für weltweite Handelsbeschränkungen für bedrohte Baumarten. Und ein Importverbot illegal geschlagener Hölzer in die Europäische Union, um den Raubbau an den Wäldern zu beenden. Lesen Sie mehr...

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Ware Wildtier

Kaiman in Plastikbox auf Tierboerse ©Pro WildlifeWildtiere gehören in die Wildnis

Die nicht artgerechte Haltung von Wildtieren in Privathand, in Zirkussen und manchen Zoos verursacht millionenfaches Tier-Leid. Zudem stammen  viele der in Gefangenschaft gehaltenen Wildtiere aus freier Wildbahn. Bei Fang, Transport und aufgrund unsachgemäßer Haltung sterben unzählige Tiere. Viele Tierarten, bis hin zu Schimpansen werden noch immer als Filmrequisite mißbraucht. Doch das Leid dieser Tiere dringt nur selten an die Öffentlichkeit. Pro Wildlife dokumentiert den lebensverachtenden Alltag des Tierhandels und schaut Dompteuren und Zoos auf die Finger.

 

Kampagnen

Guerteltier angeboten auf Tierboerse©Pro WildlifeTödlicher Wildtierhandel

Viele exotische Tiere sind aufgrund ihrer Ansprüche an die Haltung und Pflege als "Heimtiere" völlig unge- eignet. Deshalb setzt sich Pro Wildlife für ein Verbot von Wildtierbörsen und -märkten ein. Denn bislang können Laien ohne jegliche Vorkenntnisse die Exoten kaufen – die in ihrem neuen Zuhause oft zur Gefahr werden oder jämmerlich sterben. Lesen Sie mehr...

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Schimpanse im Zoo©Pro Wildlife

Hilfe für Tiere in Zoo und Zirkus

Zoos präsentieren sich häufig als Einrichtungen, die dem Artenschutz dienen. Hiergegen spricht nicht nur, dass Zoos noch immer Tiere aus freier Wildbahn einfangen lassen. Auch die Haltung in zu kleinen Gehegen mit mangelnden Beschäftigungsmöglichkeiten ist inakzeptabel und kann zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und Todesfällen führen. Pro Wildlife kämpft gegen diese Missstände. Lesen Sie mehr...

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auf Transport verendete Fische©R.FenskeMassentod bei Wildtiertransporten

Beispiel exotische Vögel: Von fünf gefangenen Papageien gelangt nur einer lebend an seinem Bestimmungsort an. Auch bei Zierfischen betragen die Verluste 50 bis 90 Prozent. Pro Wildlife kämpft gegen die Grausamkeit des Wildtierhandels. Lesen Sie mehr...

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Artenschutz

Hyazinthara©R.Wirth Schatzkammer Natur

Über 16.000 Tier- und Pflanzenarten sind laut der Roten Liste der IUCN vom Aussterben bedroht. Das aber bedeutet noch längst nicht, dass sie gesetzlich geschützt sind. Pro Wildlife engagiert sich für Wildtiere und ihre Lebensräume – weltweit: durch die Unterschutzstellung bislang ungeschützter Arten und die Verbesserung und konsequente Umsetzung bestehender Gesetze.

 

>> Kampagnen

>> Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen

>> 2010: Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt

 

Kampagnen zum Artenschutz

Elfenbeinbeschlagnahmung©LAGAKampf gegen die Wilderei

Artenschutzgesetze allein nützen wenig – wenn sie nicht eingehalten werden. Daher unterstützt Pro Wildlife Projekte in Kamerun und der Republik Kongo, die Wilderer und Tierschmuggler überführen und dafür kämpfen, dass die Behörden die Jagd auf geschützte Tierarten konsequent ahnden. Lesen Sie mehr...  

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Plumplori angeboten auf Markt in Medan, Indoneisen©A.Miehs

Gesetze verbessern

Das Schicksal vieler Arten ist so unbeachtet, dass sie durch die weiten Maschen der Artenschutzgesetze fallen. Selbst Arten, die in der Roten Liste gefährdeter Arten stehen, sind nicht automatisch von der internationalen Gesetzgebung erfasst. Der Tierhandel und die Haltung von Exoten in Privathand zeigen dies deutlich. Lesen Sie mehr...

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Chamaeleon©A.Gabanyi

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) soll Tier- und Pflanzenarten vor der Ausrottung durch den Handel bewahren. Ohne das Abkommen stünde es um rund 28.000 Pflanzen- und 5.000 Tierarten, darunter Elefanten, Wale und Meeresschildkröten, wesentlich schlechter. Lesen Sie mehr...

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Pro Wildlife auf CBD 2008©Pro WildlifeErfolge im Artenschutz

Für viele Arten gelten dank Pro Wildlife weltweit strengere internationale Gesetze. Als Koordinator des Species Survival Network (SSN), einem weltweiten Artenschutz-Netzwerk, arbeitet Pro Wildlife mit daran, gefährdete Wildtiere weltweit unter Schutz zu stellen.
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Wal- und Delfinschutz

Buckelwalfamilie©G_Degen

Schutz für Meeressäuger

Pro Wildlife setzt sich für einen konsequenten Schutz von Walen und Delfinen ein. Die Meeressäuger werden zu Zehntausenden gejagt, ihr Lebensraum immer mehr verschmutzt. Ihre Nahrung aus Fisch und Krill schwindet wegen der Überfischung der Meere. Pro Wildlife dokumentiert, welche Folgen Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimaveränderung für die Meeressäuger haben und wie die Jagd das Überleben der Meeressäuger bedroht. Unsere Studien tragen auf Konferenzen der Internationalen Walfangkommission (IWC) dazu bei, eine weitere Lockerung des Walschutzes zu verhindern.

>> IWC 2010: "Kompromiss" bedroht Walfangmoratorium

>> Die Internationale Walfangkommission

>> Vor Ort

>> Kampagnen

 

Delfinschutz vor Ort

Fischernetz Franciscana Projekt©AquaMarina CECIMSüdamerika: Beifang reduzieren

Jährlich sterben weltweit etwa 300.000 Kleinwale und Delfine qualvoll in Fischernetzen. Besonders bedroht sind die Franciscana-Delfine, die nur an der Ostküste Südamerikas vorkommen. Pro Wildlife unterstützt die Suche nach Fangmethoden, die die Delfine schützen und die auch von den lokalen Fischern genutzt werden können. Lesen Sie mehr...

 

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Kampagnen

Buckelwale©NOAADie Internationale Walfangkommission (IWC)

Die massive Waljagd im 19. und 20. Jahrhundert ließ die  Bestände vieler Walarten dramatisch sinken. Seit 1931 versuchte man, die vollständige Ausrottung der begehrten Beute zu verhindern. Die zahlreichen Absprachen erwiesen sich jedoch in der Praxis als unzureichend. Im Jahre 1946 wurde endlich die "Konvention zur Regelung des Walfangs" ins Leben gerufen, die zur Umsetzung ihrer Ziele die Internationale Walfangkommission (IWC) gründete. Erst 1982 erreichte die IWC einen Durchbruch zum Walschutz – ein Moratorium für den kommerziellen Walfang, das 1986 endlich in Kraft trat. Lesen Sie mehr...

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Buckelwalfluke©NOAA

Walfang: Tricks der Walfänger entlarven

Seit 1986 gilt ein kommerzielles Fangverbot für alle Großwale. Doch dieser Beschluss der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat verhängnisvolle Schlupf- löcher, dank derer die Walfangstaaten skrupellos jährlich rund 2.000 Wale töten können. Pro Wildlife kämpft für den Schutz der Meeresriesen. Lesen Sie mehr...

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Weißstreifendelfin©NOAADelfinfang: Protest gegen Jagd und Delfinarien

Großwale unterliegen weltweit einem Jagd- und Handelsverbot – die Lage ihrer kleinen Vettern dagegen ist kritisch. Kleinwale und Delfine geraten immer mehr an den Rand der Ausrottung. Pro Wildlife kämpft für einen besseren Schutz der Meeressäuger und gegen die vollkommen unnatürliche Haltung der Tiere in Delfinarien in Europa. Lesen Sie mehr...

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Affenschutz

Cantsbe Silberrücken Berggorilla Ruanda © Ian RedmondHilfe für bedrohte Affen

Fast die Hälfte aller Affenarten ist vom Aussterben bedroht. Sie werden ihres Fleisches wegen gewildert, für den Tierhandel gefangen oder durch die Abholzung der tropischen Regenwälder aus ihrem Lebensraum verdrängt. Pro Wildlife hilft vor Ort, bedrohte Primaten wie Schimpansen, Gorillas, Drills, Meerkatzen, Wollaffen und Klammeraffen zu retten und ihnen eine sichere Zukunft zu geben. Wir setzen uns dafür ein, dass die Jagd auf Affen eingedämmt wird. Um ihren Lebensraum zu bewahren, kämpfen wir für den Schutz der Urwälder weltweit. Unser Ziel: intakte Regenwälder erhalten und den Affen ihren Lebensraum zurückgeben. 2010 wurde unser Affenschutzprojekt mit dem 1. Preis der Yves-Rocher-Umweltstiftung "Trophée de Femmes" ausgezeichnet. Lesen Sie mehr...

Elefantenschutz

Elefant in Afrika©A.Gabanyi

Hilfe für Elefanten in Afrika und Asien

Pro Wildlife setzt sich dafür ein, dass Elefanten in Freiheit, in ihrem natürlichen Lebensraum eine Zukunft haben. Wir kämpfen gegen den Elfenbeinhandel und die Wilderei, der jedes Jahr Zehntausende Elefanten zum Opfer fallen. Pro Wildlife hilft Elefantenwaisen in Asien zu retten und in einem sicheren Nationalpark wieder auszuwildern. Wir unterstützen die Sicherung von Schutzgebieten (z.B. in Äthiopien), helfen Tiere in Notfallsituationen zu retten und setzen uns konsequent gegen staatliche Abschussgenehmigungen für Elefanten ein.

>> Vor Ort

>> Kampagnen

 

Elefantenschutz vor Ort

Elefantenwaise Indira im Elephant Transit Home, Sri Lanka©Pro Wildlife Asien: Das Elefantenwaisenhaus

Das Elephant Transit Home (ETH) im Süden Sri Lankas pflegt verwaiste und verletzte Elefantenbabys gesund und bereitet sie auf ihre Rückkehr in die Freiheit vor. Pro Wildlife unterstützt das Elefantenwaisenhaus durch sein Patenschaftsprojekt für den Elefantenschutz. Lesen Sie mehr...

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Elefant am Wasserloch©A.GabanyiAfrika: Wasser für Wüstenelefanten

Seit einem Viertel Jahrhundert gab es keine solch dramatische Dürre mehr im westafrikanischen Mali: Auf der Suche nach Wasser legen die Elefanten extrem weite Strecken zurück – doch viele Wasserstellen sind bereits versiegt. Pro Wildlife und Save the Elephants helfen, Wasser für die verdurstenden Elefanten bereit zu stellen. Lesen Sie mehr...

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Plantage im Babile Elefantenreservat in Äthiopien©C.P.Berries

Afrika: Kein Biodiesel im Reservat

Pro Wildlife enthüllte, dass das in Deutschland ansässige Unternehmen Flora EcoPower AG Plantagen für die Ölproduktion ausgerechnet in einem Elefantenschutzgebiet in Äthiopien angelegt hat. Pro Wildlife informierte die Medien und organisierte eine Protestaktion. Die Plantagen wurden inzwischen stillgelegt. Lesen Sie mehr... 

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Kampagnen zum Elefantenschutz

Elfenbein-Beschlagnahme©LAGAKampf dem Elfenbeinhandel

Pro Wildlife kämpft für den strengen Schutz aller Elefanten und gegen Versuche, das Elfenbeinhandelsverbot aufzuweichen. Zehntausende Elefanten werden jährlich Opfer der Elfenbeinwilderei. Pro Wildlife enthüllt die Hintergründe und unterstützt die Mehrheit der afrikanischen Staaten, die einen konsequenten Elefantenschutz wollen. Lesen Sie mehr...

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Elefantenbulle beim Schlammbad©A.GabanyiEinsatz gegen die Trophäenjagd

Die Großwildjagd auf die „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel) ist noch heute ein beliebtes Urlaubsvergnügen betuchter Hobbyjäger. In einigen afrikanischen Staaten ist der Abschuss bedrohter Wildtiere, einschließlich der hochintelligenten Elefanten, noch immer  legal. Pro Wildlife enthüllt die Falschinformationen, mit denen die Trophäenjagd propagiert wird.  Lesen Sie mehr...

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Elefantenherde©A.Gabanyi

Südafrika droht mit Abschuss

Südafrika hat 2008 ein neues Gesetz erlassen, das zukünftig den Abschuss ganzer Elefantenherden ermöglicht. Zwischen 1966 und 1994 fielen bereits 16.000 Dickhäuter dem grausamen „Culling“ zum Opfer, bei dem Elefantenfamilien von Helikoptern aus abgeschossen wurden. Pro Wildlife kämpft gegen erneute Massenabschüsse. Lesen Sie mehr...

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Elefant im Zoo©Pro Wildlife

Für ein Elefantenleben in Freiheit

Elefanten gehören zu den Hauptattraktionen in Zoos und Zirkussen. Doch die Haltung von Elefanten in Gefangenschaft ist eine endlose Leidensgeschichte, mit zahllosen Todesfällen bei Mensch und Tier. Pro Wildlife kämpft gegen diese nicht artgerechte Haltung und gegen den Fang wilder Elefanten als Nachschub für Zoos und Vergnügungsparks. Lesen Sie mehr...

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