Wale

Live von der Walfangtagung


PW_auf_IWC62(c)ProWildlifeVon der 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangtagung in Agadir, Marokko (16.-25. Juni 2010), berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife:

Agadir, 25. Juni 2010: Walfangbasar: "Tausche Finnwale gegen Buckelwale..."

Heute endet die diesjährige Walfangkonferenz. Es überwiegt die Erleichterung darüber, dass der gefährliche Kompromissvorschlag zur Legalisierung des kommerziellen Walfangs gescheitert ist. Mein Fazit ist: Der Walfang Japans, Norwegens und Islands ist absurd, sie lagern Tausende Tonnen Walfleisch, die niemand essen will.  Es geht hier nur um Politik und darum, sein Gesicht nicht zu verlieren. Um die Walfänger zum Einlenken zu bewegen, braucht der Walschutz künftig einen viel höheren politischen Stellenwert – auch bei Europas Regierungen. Dann haben wir eine Chance, das sinnlose Töten zu stoppen.

Die diesjährige IWC-Tagung wird uns lange in Erinnerung bleiben: Es ist die Konferenz, auf der endlich der unsägliche "Kompromissvorschlag" zu Grabe getragen wurde, der den kommerziellen Walfang wieder erlaubt hätte. Es ist auch die Konferenz, auf der endlich die Bestechungspraxis Japans für Schlagzeilen sorgte. Es ist die Konferenz, auf der Grönland Buckelwale gegen Finnwale tauschen darf, als sei man hier auf dem Basar. Und es ist die Konferenz, bei der die Umweltgefahren für Wale und die Folgen für Menschen mehr beachtet wurden, als je zuvor. Trotz des Schattens, den die Buckelwal-Entscheidung von heute wirft, kann Pro Wildlife mit dem Ausgang der diesjährigen Tagung zufrieden sein.

Buckelwal(c)WWelles

Am letzten Tag der Walfangtagung gab es heute eine beschämende Diskussion zu einem Antrag Dänemarks, eine jährliche Buckelwalquote für die Ureinwohner Grönlands zu bekommen. Dies sollte zusätzlich zu den bereits genehmigten 178 Zwerg-, 19 Finn- und zwei Grönlandwalen geschehen, obwohl diese Fangquoten nur selten ausgeschöpft werden. Aber Buckelwalfleisch scheint den Grönländern mehr zu munden. Gestern abend gab es bereits eine seeehhhr ausführliche Präsentation auf grönländisch, die dann in epischer Breite auf englisch wiederholt wurde. Nach endlosem Hin- und Her-Geschachere einigten sich heute Dänemark und die EU, die diesen Antrag ursprünglich ablehnte, auf jährlich neun Buckelwale – im Gegenzug verzichtet Grönland auf neun Finnwale. Beide Walarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Dies ist das erste Mal seit Inkrafttreten des Moratoriums von 1986, dass die IWC Buckelwale zur Jagd freigibt.

Agadir, 24. Juni 2010: Von giftigem Walfleisch und anderen Dingen

Am Tag nach dem Platzen des Walfangdeals kommen hier andere Themen zur Sprache: Die Umweltbelastung für Wale (Thema war hier u.a. die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko), das geplante Schutzgebiet im Südatlantik und die angeblichen Erkenntnissen aus dem japanischen "Wissenschaftswalfang". Auch die Jagdmethoden der Walfänger waren ein Thema. Es wird zwei Workshops geben: Einer wird die Tötungsmethoden kritisch hinterfragen – und das ist angesichts von Leidenszeiten angeschossener Tiere von über zwei Stunden dringend nötig. Ein anderer Workshop soll sich mit den Risiken und Folgen einer Ölkatastrophe in der ökologisch besonders sensiblen Arktis beschäftigen.

Walfleisch_in_Japan(c)EIA

Auch das Thema Gesundheitsrisiken von Walfleisch für Konsumenten stand auf dem Programm. Zwölf Länder unterstützten unser Anliegen, dass die IWC und die Weltgesundheitsorganisation WHO enger zusammenarbeiten, einige forderten einen speziellen Workshop und dass sich der Wissenschaftsausschuss sich endlich mit diesem Thema befasst. Andere verlangten, dass die Walfangländer ihre Bevölkerung über die Gesundheitsrisiken aufklären sollen. Damit war dieser Aspekt, von dem wir uns eine immer geringere Nachfrage nach Wal- und Delfinfleisch versprechen, eines der am intensivsten diskutierten Themen auf der Konferenz.

Spät am Abend kamen erstmals einige Verbände zu Wort: Kollegen aus Westafrika und der Karibik berichteten, wie ihre Länder korrumpiert werden – bis hin zum IWC-Vorsitzenden. Eine norwegische Organisation berichtete, dass die Bevölkerung in Norwegen zunehmend Bedenken wegen der Grausamkeit der Jagd hat. Schließlich berichtete ein japanischer Greenpeace-Mitarbeiter, was beim japanischen "Wissenschafts"-Walfang für illegale Machenschaften laufen. Die Aufregung um diese Statements war groß: Selten waren zuvor so deutliche Worte gesprochen worden!

IWC-Tagung_Agadir(c)ProWildlifeAgadir, 23. Juni 2010: Der Walfangkompromiss ist gescheitert!

Endlich können wir aufatmen: Der gefährliche Kompromissvorschlag ist vom Tisch und wurde heute offiziell als gescheitert erklärt, vorerst zumindest. Damit bleibt das Walfangverbot erhalten - und Japans, Islands und Norwegens eigenmächtige Jagd wird nicht legitimiert! Auch wenn dies die Probleme in der IWC nicht löst und die Waljagd der drei Länder noch immer nicht unter Kontrolle ist, hätte doch ein solcher Deal ausgerechnet sie für dieses rücksichtsloses Verhalten belohnt. Mit der Legalisierung des kommerziellen Walfangs, ohne ein verbindliches Ausstiegsszenario, hätte die IWC ein Fass aufgemacht, das sie nicht mehr zubekommen hätte.  Entsprechend erleichtert sind wir, dass der schmutzige Deal geplatzt ist. All die Anstrengungen der letzten Monate haben sich gelohnt. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an meine Kollegen Niki Entrup (WDCS), Thilo Maack (Greenpeace) und Ralf Sonntag (IFAW): Dies war eine tolle Zusammenarbeit mit einem erfolgreichen Ergebnis!

IWC-Konferenz_Agadir(c)ProWildlifeAgadir, 22. Juni 2010: "Wir müssen draußen bleiben"

Unsere gestrige Pressemitteilung zum Skandal um den IWC-Vorsitzenden hat hohe Wellen in den Medien geschlagen – hier in Agadir ist von der Empörung jedoch nichts zu spüren. Die Delegation Japans, dem Land, das mit seinem Stimmenkauf für weltweite Schlagzeilen gesorgt hat, gibt sich gelassen. 40 Leute zählt alleine die japanische Delegation – damit ist jeder zehnte Teilnehmer der IWC-Tagung ein offizieller Vertreter der japanischen Regierung! 

Noch immer tagen die IWC-Mitgliedsstaaten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch auch so hat man seine Informationsquellen… Während Deutschland, England und nun auch Frankreich auf ein Exportverbot für Walprodukte und ein konkretes Datum für ein Ende des kommerziellen Walfangs drängen, lehnt der isländische Vertreter hier dies bislang strikt ab. Doch in Island selbst überlegt die Regierung derzeit, ob sie wirklich weiterhin die Rolle des bösen Buben auf der IWC spielen will. Man hat auch einen Ruf als Touristenziel zu verlieren. Und die dänische Delegation will eigentlich keine Nachbesserungen des Deals, darf aber laut ihrer Regierung die EU nicht blockieren…. Derweil heißt es für mich, den dicken Bericht des IWC-Wissenschaftsausschusses zu durchzuforsten.  Außerdem stehen heute noch zwei Arbeitsgruppentreffen der Verbände hier an. Morgen soll dann die Katze aus dem Sack gelassen werden: Wird es ein überarbeitetes Kompromisspapier geben oder platzen die Verhandlungen? Rein theoretisch stehen danach u.a. die Themen Tötungsmethoden und Giftstoffe in Walfleisch auf dem Plan – aber das kann sich alles noch ändern.

Japans_Delegation_IWC62(c)ProWildlife

Agadir, 21. Juni 2010: Business as usual

Als wäre nichts gewesen eröffnete heute der Vorsitzende die 62. Jahrestagung der IWC. Kein Wort zu den Bestechungsvorwürfen gegen ihn – im Gegenteil, man gratulierte ihm zu seinen Bemühungen um den geplanten Kompromiss.

Manchmal frage ich mich schon, was passieren müsste, damit hier endlich einmal die Walschutzländer auf den Tisch hauen und sagen: "So nicht! Mit Callgirls und Schecks dürfen keine Stimmen gekauft werden." In einem für Verbände nicht zugänglichen Treffen hat der Vorsitzende sein Bedauern geäußert, dass die Presse "solche Geschichten" produziert. Kein Wort des Bedauerns über sein eigenes Verhalten, kein kritisches Wort von den IWC-Mitgliedsstaaten... Die Verhandlungen um den Kompromissvorschlag sollen scheinbar um nichts in der Welt gestört werden. Deshalb schließen sich für uns Verbände jetzt für den Rest des heutigen und morgigen Tages die Türen, hinter denen die Delegierten unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter verhandeln werden. Aber wir werden auch diese Zeit nutzen, alles daran zu setzen, dass kein fauler Kompromiss auf Kosten der Wale ausgehandelt wird.

Agadir, 20. Juni 2010: Schmiergelder und Prostituierte

Pünktlich zum offiziellen Tagungsbeginn morgen gab es hier heute einen Paukenschlag: Die englische Zeitung Sunday Times den aktuellen IWC-Vorsitzenden Anthony Liverpool der Bestechung überführen. In einem heutigen Artikel berichtet sie, dass das Geld für die gesamten Reisekosten des Mannes aus Antigua & Barbuda von Japan bezahlt wurde. Als Vorsitzender hat Liverpool maßgeblichen Einfluss auf den Inhalt des Deals. Bereits vor einigen Tagen hatte ein anderer Artikel der Sunday Times  aufgedeckt, wie Japan sich die Stimmen von Entwicklungsländern erkauft: Schmiergeld und Prostituierte – diese schmutzigen Praktiken der Walfänger sind seit langem bekannt, konnten aber selten so deutlich enthüllt werden. Morgen, wenn die Hauptversammlung beginnt, wird sich zeigen, ob die entlarvten Bestochenen hier wirklich erscheinen und ob Liverpool sein Amt als Vorsitzender fortführt.

Heute tagen die Delegationsleiter den ganzen Tag hinter verschlossenen Türen. Noch immer versuchen sie, eine Einigung zu erzielen. Währenddessen treffen sich bei den Verbänden erneut diverse Arbeitsgruppen. Für Pro Wildlife steht neben dem "Kompromissvorschlag" auch weiterhin das Thema Giftstoffbelastung von Walfleisch und die Gesundheitsrisiken für Konsumenten im Mittelpunkt, weil wir hoffen, hierdurch die Nachfrage nach Walfleisch weiter reduzieren zu können.

Buckelwale(C)NOAAAgadir, 18. Juni 2010: Ruhe vor dem Sturm

Heute stehen Budget- und Verwaltungsthemen auf der Agenda, Verbände sind hierbei nicht zugelassen. Gesprächsmöglichkeiten mit den Delegierten gibt es dennoch reichlich – ob beim Frühstück oder den Kaffeepausen im Konferenzgebäude. Gestern abend bei der Verbändeanhörung der EU konnten wir zwar einige wichtige Probleme ansprechen, aber es zeigte sich wieder einmal, wie sehr sich die EU bei dringenden Themen, wie z.B. Islands rücksichtlosem Walfang, in Bürokratien verstrickt und mit sich selbst beschäftigt ist. Dies wird immer mehr zum Problem. Heute will der EU-Rat in Brüssel eine einheitliche Position festlegen, die gegenüber früheren Versionen nachgebessert wurde.

Ansonsten ist der Tag eine Gelegenheit, sich durch die vielen Dokumente zu kämpfen. Im Kleingedruckten finden sich zahlreiche Informationen, wie z.B. dass in der Subsistenzjagd in Russland Grauwale noch immer mit bis zu 260 Gewehrkugel beschossen werden und bis zu 77 Minuten leiden, bevor sie endlich der Tod erlöst. Was sich dort oft abspielt, ist ein Gemetzel.

Agadir, 17. Juni 2010: EU wacht auf

Die EU, mit 25 der 88 IWC-Stimmen einer der Weichensteller bei allen IWC-Entscheidungen, ist endlich aus ihrem passiven Dämmerzustand aufgewacht. Auch wenn ich bis zum offiziellen Konferenzbeginn am Montag noch keine Stellungnahmen zitieren darf, kann ich – auch durch viele Gespräche außerhalb des Konferenzraums – schon mal berichten, dass in der EU die kritischen Stimmen gegen den Walfangdeal wachsen. Hauptkritikpunkte sind die Unausgewogenheit des Kompromissvorschlags, der den Walfangländern kaum etwas abverlangt, und die politisch statt wissenschaftlich gesetzten Fangquoten. Die USA versuchen immer noch mit allen Mitteln, eine Einigung hinzubekommen und wollen dafür eine spontane kleine Arbeitsgruppe einrichten – also erneut Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Doch die Chancen für den faulen Kompromiss sind angesichts des wachsenden Widerstandes stark geschrumpft. Morgen wird die EU ihre Verhandlungsposition offiziell beschließen, Details sind bereits durchgesickert.

Walfluke(c)MCatanzariti

Agadir, 16. Juni 2010: Debatten über "Die Zukunft der IWC"

Heute und morgen wird hier in einer Sonderarbeitsgruppe nichts Geringeres als "Die Zukunft der IWC" verhandelt. Dahinter verbirgt sich die Diskussion um das vorgeschlagene Kompromisspaket. Die genauen Diskussionen heute unterliegen bis Montag der Geheimhaltung, aber alles, was außerhalb des Konferenzraumes zu erfahren ist, kann ich bereits berichten. Aus den USA habe ich z.B. erfahren, dass die USAbislang eine der Triebfedern dieses Deals – sich zwar noch immer nicht der enormen Risiken bewusst ist, aber zumindest die kommenden zwei Tage sondieren möchte, ob der Deal denn überhaupt breite Unterstützung findet. Falls nicht, überlegt man, die Rolle als Verhandlungsmotor aufzugeben. Das wäre angesichts der enormen Kompromissbereitschaft der USA, die bisher lieber einen schlechten als gar keinen Kompromiss wollten, eine gute Entwicklung. Auch Deutschland hatte bis vor kurzem eine ähnliche Haltung, fordert aber nun umfassende Nachbesserungen des Kompromisses.

Auch in Island gibt es eine interessante Entwicklung: Scheinbar ist man dort durch Gespräche verunsichert, in denen Deutschland betonte, dass Island, wenn es wie beantragt EU-Mitglied würde, weder Walfang noch Handel betreiben dürfte. Der Start der Finnwaljagd, der eigentlich vor wenigen Tagen hätte sein sollen, wurde verschoben...

Die zweite Schlüsselfigur neben den USA ist die EU mit ihren 25 der 88 IWC-Stimmen. Heute abend gibt es noch eine Verbändeanhörung der EU, die wir nutzen werden, um nochmals auf die größten Gefahren des Kompromisspaketes hinzuweisen. Und die kritischen Stimmen innerhalb der EU gegen den Deal wachsen.

München, 14. Juni 2010: Letzte Vorbereitungen für die große Schlacht

Die letzten Unterlagen für den großen Showdown sind zu packen – morgen gehts in den Flieger nach Agadir. Im Gepäck ist u.a. der großartige Bundestagsbeschluss vom vergangenen Donnerstag, der das Verhandlungsmandat der Bundesregierung festlegt. Dies ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium, unserer parallelen online-Protestaktion und dutzenden Gesprächen mit Politikern: Die Bundesregierung ist  endlich von ihrer kompromissfreudigen Haltung abgerückt und wird sich in Agadir für ein konkretes Auslaufen jeglichen kommerziellen Walfangs einsetzen. Die eigentliche IWC-Tagung fängt erst am Montag, dem 21. Juni, an. Doch finden schon am 16. und 17. die Vorverhandlungen zur "Zukunft der IWC" statt – unter diesem Stichwort wird der unsägliche Walfangdeal verhandelt. Ab Mittwoch halte ich Sie hier über die IWC-Entwicklungen auf dem Laufenden...

DIE BUCHT: Neues zur Delfinjagd in Japan

TheCove_Filmposter©TheCoveOscar-gekrönter Film setzt Japan unter Druck

Seit Sommer 2009 enthüllt ein Dokumentarfilm mit dem schlichten Titel DIE BUCHT (englisch THE COVE), was sich in der Bucht des japanischen Fischerortes Taiji regelmäßig abspielt: Jedes Jahr zwischen September und März werden dort bis zu 2.000 Delfine in Treibjagden gefangen: Delfintrainer suchen die schönsten Tiere für Delfinarien heraus. Die anderen Tiere werden abgeschlachtet. Das Fleisch der kleinen Meeressäuger, obwohl stark mit Giftstoffen belastet, wird in Supermärkten verkauft und an Schulkantinen verteilt. Die japanische Öffentlichkeit erfuhr bislang von all dem nichts. Doch das ändert sich nun - zumal der Film nun auch den Oscar gewonnen hat. Die grausamen Vorgänge in Taiji sorgen seither international für Aufsehen – mit sichtbaren Folgen:

Kampagne zeigt erste Erfolge

Die Delfinjagd in Japan steht nun vor einem Scheideweg. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:

  • Ric O'Berry Louie Psihoyos Premiere Hamburg(c)Pro WildlifeJuni 2009: Der Kinostart von DIE BUCHT in den USA und Australien löst einen Aufschrei aus – In Australien kündigte der Ort Broome seine Städtepartnerschaft mit Taiji auf. Zeitgleich konfrontiert Pro Wildlife auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission die japanische Regierung mit unserem Bericht „Toxic Menu“, der die starke Belastung von Wal- und Delfinfleisch mit Giftstoffen und die hohen Gesundheitsrisiken für Verbraucher aufzeigt. 
     
  • Im Juli 2009 beginnt die japanische Regierung, Haarproben der Bewohner von Taiji einsammeln zu lassen, um sie auf Quecksilbergehalt zu untersuchen.
     
  • September 2009: Als am 9. September 2009 die ersten 100 Großen Tümmler der Saison eingekesselt wurden, suchten Vertreter von Delfinarien die 30 schönsten und kräftigsten Tiere aus – anschließend ließen die Fischer die übrigen 70 Delfine wieder frei. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der der Anfang einer Wende sein könnte. Und tatsächlich: Seit Beginn der Delfinjagd-Saison in Japan halten sich die Fischer im Vergleich zu Vorjahren auffallend zurück: Delfine werden seither weitgehend verschont, während die Fischer jedoch weiterhin Grindwale töten. Die Gesamtzahl getöteter Tiere ist jedoch deutlich geringer als in den Jahren zuvor.
     
  • Deutschlandpremiere von DIE BUCHT©ProWildlifeOktober 2009: DIE BUCHT startet in deutschen Kinos und löst auch hier eine Protestwelle aus: 30.000 Protestkarten und fast 10.000 Protestemails gehen bei der japanischen Regierung ein. DIE BUCHT wird – gegen den Widerstand der japanischen Regierung – auch auf dem Tokio-Filmfestival gezeigt. Die Kinobesucher zeigen sich entsetzt über die Massaker. Auch japanische Medien, die zuvor das Thema ignoriert hatten, berichten nun landesweit über die Delfinjagd, die internationale Kritik an der Grausamkeit und die hohe Belastung von Delfinfleisch mit Giftstoffen. Ende Oktober erscheint in einer wichtigen japanischen Tageszeitung ein äußerst regierungskritischer Artikel, der vor der hohen Quecksilberbelastung in Delfinfleisch warnt.
     
  • November 2009: Die neue japanische Verbraucherschutzministerin wird auf einer Pressekonferenz mit dem Thema Delfinjagd und belastetes Delfinfleisch konfrontiert. Sie erhält unseren ausführlichen Report „Toxic Menu“ und verspricht, sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Auf Initiative von Pro Wildlife fordert eine Allianz aus  49 Organisationen in einem offenen Brief die japanische Regierung auf, die Delfinjagd umgehend zu beenden und den Verkauf von belastetem Delfinfleisch zu verbieten – japanische Medien berichten.
     
  • Protestuebergabe_jap_Konsul©ProWildlifeIm Dezember 2009 informieren Pro Wildlife und seine Verbündeten die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Welternährungsorganisation FAO über die Giftigkeit des Delfinfleischs. Unser Datenmaterial wird nun auf einem Sondertreffen von WHO und FAO im Januar diskutiert, wodurch Japan weiter unter Druck gerät. Zeitgleich enthüllt die neue Studie des japanischen Wissenschaftlers Prof. Endo, dass die Bewohner von Taiji eine bis zu 25fach höhere Quecksilberbelastung haben, als sonst wo in Japan. Die japanischen Regierungsvertretungen in Berlin und München bekommen Tierschutzbesuch: Gleich kistenweise erhalten sie Protestbriefe gegen die grausame Jagd.

  • Im Januar 2010 erscheint in weiteren japanischen Tageszeitungen Berichte über Prof. Endos alarmierende Untersuchungsergebnisse. Somit wird die japanische Öffentlichkeit immer stärker mit diesem Thema konfrontiert. Ende Januar diskutieren Experten der Weltgesundheits- und Welternährungsorganisation erstmals die Giftigkeit von Wal- und Delfinfleisch.
     
  • Februar 2010: Die Academy Awards geben bekannt, dass "DIE BUCHT" für den Oscar 2010 nominiert ist. Die Oscar-Nominierung wird nun den Druck auf Japan nochmals erhöhen. Dabei hilft auch ein Buch des Schweizer Journalisten Hans Peter Roth, das er nach seiner Reise nach Taiji mit Ric O'Barry geschrieben hat. Und auch in Japan selbst formiert sich Widerstand: Seit Anfang Februar informiert eine japanische Website über die Gefahren einer Quecksilbervergiftung - auch Delfinfleisch spielt hier eine große Rolle. Am 11. Februar findet in Tokio eine Vorführung von "Die Bucht" statt, mit anschließender Diskussionsrunde, bei der Dr. Onozuka zur Quecksilberbelastung in Delfinen und Gesundheitsrisiken referieren wird.
     
  • Seit März 2010 ist "Die Bucht" auch als DVD erhältlich. Am 7. März wurde "Die Bucht" als bester Dokumentarfilm mit dem Oscar ausgezeichnet. Wir gratulieren dem Protagonisten Ric O'Barry und dem Regisseur Louie Psihoyos sehr herzlich - das haben sie verdient. Dank des Oscars zieht "Die Bucht"nun noch mehr internationale Aufmerksamkeit auf die blutigen Vorgänge in Taiji. Alle großen japanischen Medien berichten über "Die Bucht" und die internationale Kritik an der Grausamkeit der Delfinjagd - das allein ist schon ein großer Durchbruch.

  • Im April 2010 wird "Die Bucht" auch erstmals in einzelnen japanischen Kinos gezeigt - dank unserer japanischen Partnerorganisation ELSA, die den Film mit japanischen Untertiteln versehen ließ. Dann wird auch die japanische Öffentlichkeit über die brutalen Geschehnisse im abgelegenen Fischerort Taiji informiert. Allerdings haben die Behörden von Taiji Anwälte beauftragt, gegen die Vorführungen zu klagen.
     
  • Im Juni 2010 wollten 26 japanische Kinos "Die Bucht" vorführen. Aufgrund des massiven Drucks der japanischen Fischereilobby sind drei Kinos wieder abgesprungen. Wie sehr müssen die Fischer die Reaktion der japanischen Bevölkerung fürchten, wenn sie soweit gehen? Ende Juni untersagt ein japanisches Gericht die Demonstrationen und Drohungen der Fischer - und...
     
  • "Die Bucht" kann seit dem 3. Juli 2010 endlich in den japanischen Kinos gezeigt werden. Mit Erfolg: Viele Vorführungen sind ausverkauft, inzwischen läuft der Film in 35 Kinos, sein brisanter Inhalt wird in Japans Öffentlichkeit immer bekannter.

Die neue japanische Regierung steht nun vor der Entscheidung, wider besseren Wissens die Gesundheit ihrer Bürger weiterhin zu gefährden oder aber der brutalen Delfinjagd ein Ende zu setzen. 

Unser Ziel ist es, die Delfinjagd in Japan endgültig zu beenden – und Sie können dabei helfen:

  1. PROTESTIEREN Sie bei der japanischen Regierung!
     
  2. SPENDEN Sie für den Delfinschutz! Nur so können wir unsere Kampagne weiterführen! 

 

Die IWC 2010 - ein Schicksalsjahr für Wale

Buckelwal©NOAADas Walfangverbot stand auf der Kippe

Vom 21. bis 25. Juni 2010 findet die 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir, Marokko statt; Im Mittepunkt stand ein brandgefährlicher "Kompromiss"-Vorschlag der IWC zwischen Walfängern und Walschützern, der am 23. Juni gescheitert ist. Pro Wildlife ist vor Ort und kämpft für einen strengen Schutz der Wale.

>> IWC-Tagebuch: Aktuelles von der Walfangtagung


Seit 2008 hat eine kleine Gruppe von Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) – darunter auch Deutschland – hinter verschlossenen Türen einen "Kompromiss" ausgehandelt. Ursprünglich sollte dieser die verhärteten Fronten zwischen Walfang- und Walschutzländern aufbrechen und den bisherigen Walfang Japans, Norwegens und Islands unter die Kontrolle der IWC bringen.

Der diskutierte Kompromissvorschlag wäre ein Desaster, denn er würde...

  • ... das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangverbot der IWC aufheben: Der Vorschlag würde Japan, Island und Norwegen die Jagd auf knapp 1.400 Wale im Jahr genehmigen – darunter so bedrohte Arten wie Finn- und Seiwale. Norwegen würde sogar mehr Wale töten dürfen, als seine Walfänger dies derzeit entgegen dem Willen der IWC tun.
  • Harpune_Island©OLindquist... Japan den Walfang ausgerechnet im Antarktisschutzgebiet genehmigen: Dieses wurde 1994 eingerichtet, um Walen eine sichere Zuflucht vor den Harpunen zu schaffen. Nun will die IWC Japan den Fang von jährlich 400 Zwergwalen und zehn Finnwalen – nach drei Jahren "nur" noch je drei Finnwale, nach fünf Jahren je 200 Zwerg- jährlich absegnen.
  • ... Japans Walfang auf Jahrzehnte manifestieren: Japans Walfang-Fabrikschiff wurde 2008 bei einem Brand stark beschädigt und nur provisorisch repariert. Derzeit steht die japanische Regierung vor der Entscheidung, Millionen in den Bau eines neuen Fabrikschiffes zu investieren. Eine IWC-legitimierte Fangquote würde die Entscheidung zugunsten des Walfangs fördern.
  • ... das Ende des internationalen Handelsverbotes für Walfleisch einläuten: Sobald das Walfangverbot kippt, droht dies auch das auf dem Jagdverbot basierende Handelsverbot des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) für Walfleisch zu Fall zu bringen.
  • ... Islands Walfang bei seinen EU-Beitrittsverhandlungen stärken: Nach EU-Recht sind kommerzieller Walfang und Handel mit Walprodukten streng verboten. Würde die IWC nun Island eine kommerzielle Fangquote von 160 Walen jährlich genehmigen, erhöht dies das Risiko für eine Ausnahmeregelung bei Islands EU-Beitritt.
  • ... das bestehende Schlupfloch des "Wissenschaftswalfangs" nicht schließen. Japan hat bereits Interesse bekundet, unter dem Deckmantel der Wissenschaft auch weiterhin Wale zu fangen...

Finnwal©CentreForWhaleResearchAngebliche Zugeständnisse an die Walschutzseite:

  • ein neues Walschutzgebiet im Südatlantik – in einem Gebiet, in dem überhaupt kein Walfang stattfindet!
  • mehr Mitspracherecht für Verbände, wie dies in anderen internationalen Konventionen ohnehin längst selbstverständlich ist.
  • Daten zu Tötungsmethoden und Tierschutz, die die Walfangländer liefern sollen. Dies müssten sie laut IWC-Bestimmungen bereits jetzt und verweigern dennoch seit Jahren die Zusammenarbeit.

Die Bilanz ist klar: Der faule "Kompromiss" hätte den grausamen Walfang auf Jahre hinaus legitimiert und entscheidende Erfolge des Walschutzes zunichte gemacht, ohne greifbare Verbesserungen zu bringen.

Die IWC-Jahrestagung findet vom 21. bis 26. Juni 2010 in Agadir, Marokko, statt - zuvor gibt es bereits wichtige Vorverhandlungen. Pro Wildlife setzt sich vor Ort für einen konsequenten Walschutz ein. Wir kämpfen dafür, dass die Wale keinem faulen "Kompromiss" geopfert werden.

Delfinschutz in Argentinien

in

Beifang Franciscana Delfine©AquaMarinaCECIM

Delfin-Gefahr Beifang

Jährlich sterben weltweit  etwa 300.000 Kleinwale und Delfine qualvoll in Fischernetzen. Sie landen als Beifang in Schlepp-, Stell- oder Treibnetzen der Hochseefischerei, aber auch den Netzen lokaler Fischer. Besonders bedroht sind die Franciscana-Delfine, die nur an der Ostküste Südamerikas vorkommen. Vor der Küste der Provinz Buenos Aires verendeten allein 2004 etwa 650 - 900 Tiere; im Jahr 2005 waren es sogar über 1.000. Schuld für den drastischen Anstieg ist eine vermehrte Stellnetzfischerei.

Experimente mit Fischernetzen

Pro Wildlife unterstützt die argentinische Organisation Fundación AquaMarina-CECIM in ihrem Bemühen, den Beifang der Franciscana-Delfine zu mindern. Dem Leiter Pablo Bordino geht es dabei um pragmatische Lösungen, die auch einheimische Fischer einbinden. Erste Versuche, den Beifang von Delfinen in Fischernetzen zu verringern, wurden mit so genannten "Pingern" durchgeführt – kleinen Geräten, die regelmäßig Klicklaute abgeben, um die Delfine aus der Nähe der Netze zu vertreiben. In der Praxis zeigten Pinger jedoch Schwächen: Sie sind wartungsintensiv, teuer, einige Delfinarten lassen sich nicht durch sie verscheuchen und andere Fischfresser werden sogar angelockt. Wissenschaftler suchen deshalb nach wirksameren und kostengünstigen Alternativen, um den Massentod der Delfine in den Fischernetzen zu verhindern.

Fischernetz Franciscana Projekt©AquaMarinaCECIMHoffnung für die Delfine

Neue Hoffnung gibt eine Pilotstudie mit Bariumsulfatnetzen, die AquaMarina mit Unterstützung von Pro Wildlife in der Bucht von Samborombon (Argentinien) durchführt, dem natürlichen Lebensraum der Franciscana-Delfine. In diesen Netzen verfangen sich wesentlich weniger Delfine. Der Grund: Eingearbeitete Bariumsulfatpartikel verstärken die Echoortungslaute der Delfine. Die Netze sind so früher erkennbar – die Tiere weichen rechtzeitig aus und schwimmen nicht in die tödliche Falle. Weitere Vorteile: Die Netze sind etwas steifer, weshalb sich die Delfine nicht mehr so leicht in ihnen verfangen. Außerdem tritt kein Gewöhnungseffekt ein, die Meere werden nicht verlärmt und die Netze sind weit weniger reparaturanfällig als Pinger. Und: Die Fischer schätzen die Netze, weil sie praktisch anzuwenden sind.  Die ersten Ergebnisse der von Herbst 2008 bis Frühjahr 2009 durchgeführten Studie zeigen, dass in den rekflektiven Netzen knapp 50 Prozent weniger Delfine ertrinken als in den herkömmlichen Nylonnetzen. AquaMarina läßt nicht nach in den Bemühungen, die Beifangrate noch weiter zu senken: Die Studie wird fortgesetzt - ab Herbst 2009 werden Netze mit einem etwas höheren Bariumsulfatanteil verwendet, die schon in Kanada erfolgreich getestet wurden.  Dies soll noch mehr Delfinen das Leben retten. Doch die eigens gefertigten Netze sind sehr teuer. Sie können dieses Projekt mit einer Spende unterstützen.

Franciscana Delfin©AquaMarinaCECIMDer Franciscana-Delfin (Pontoporia blainvillei)

Der grau-bräunliche Delfin mit ockerfarbenem Bauch wird nur bis zu 1,7 Meter lang und ist damit einer der kleinsten Delfine der Welt. In der langen Schnauze befinden sich über 200 kleine Zähne, seine Finne ist klein und abgerundet.

Der Lebensraum des Franciscana-Delfins erstreckt sich von der Südostküste Brasiliens und Uruguays bis hinunter zum San Matías Golf vor Argentinien. Da er außerdem in der Mündung des La-Plata-Flusses anzutreffen ist, wird er auch La-Plata-Delfin genannt. Der Delfin wird zur Familie der Flussdelfine gezählt, obwohl er sich hauptsächlich im Salzwasser aufhält.

Franciscanas schwimmen in Dreier- oder Vierergruppen in küstennahen, seichten Gewässern. Da sie im Gegensatz zu anderen Delfinarten keine akrobatischen Sprünge machen und die Nähe zu Booten meiden, sind sie schwer zu beobachten. Die genaue Größe der Population ist daher bislang unbekannt. Die regionale Population wird aber auf 45.000 Tiere geschätzt – der Franciscana-Delfin ist damit das am stärksten bedrohte Säugetier des Südatlantiks.

Schutz für Kleinwale und Delfine

in

Weißstreifendelfin©NOAA

Protest gegen Delfinfang

Großwale unterliegen weltweit einem Jagd- und Handelsverbot – die Situation ihrer kleinen Vettern dagegen bleibt kritisch. Der internationale Schutz für Kleinwale und Delfine ist völlig unzureichend. Die Folge ist, dass weiterhin jedes Jahr Zehntausende von ihnen auf grausame Art und Weise getötet werden.  Japan hält dabei den traurigen Rekord, aber auch in Europa wird Jagd auf "Flipper und Co" gemacht. Durch unkontrollierte Jagd geraten immer mehr Arten an den Rand der Ausrottung, ohne dass internationale Schutzgremien einschreiten. Pro Wildlife tritt für einen besseren Schutz von Kleinwalen und Delfinen ein. Wir kämpfen gegen die grausamen Praktiken der Delfinfänger sowie gegen die Errichtung und den Ausbau von Delfinarien. Und Pro Wildlife hilft, den Beifang in Fischernetzen zu verringern, eine der größten Gefahren für Kleinwale und Delfine.


Delfinfang_Fareoer-Inseln ©EIAGrausame Jagd auf Delfine und Kleinwale

Die größten Delfinmassaker der Welt finden in Japan statt, wo etwa 20.000 Tiere jährlich abgeschlachtet werden. Pro Wildlife fordert ein Ende dieser Barbarei. Im japanischen Fischerort Futo konnten die Delfinmassaker seit 2000 nahezu beendet werden, nachdem Videos der grausamen Jagd durch die europäischen Medien gingen und einen Proteststurm auslösten. Dank des neuen Dokumentarfilms DIE BUCHT (Kinostart in Deutschland 22.10.2009) besteht nun die Chance, auch in den anderen Regionen Japans die grausame Delfinjagd zu beenden.

Auch mitten in Europa werden immer noch Delfine und Kleinwale auf brutalste Weise gejagt: Auf den dänischen Färöer-Inseln sterben jährlich Hunderte Grindwale, bedrohte Entenwale und Delfine. Die Tiere werden mit Eisenhaken an den Strand gezogen und mit kleinen Messern getötet. Obwohl die oberste Gesundheitsbehörde im August 2008 in einem offenen Brief an die Regierung betonte, dass Grindwalfleisch wegen seiner Quecksilberbelastung für den menschlichen Verzehr gänzlich ungeeignet ist, geht die Jagd auf den Färöer-Inseln weiter. Und in Grönland werden Narwale und Belugas (Weißwale) bejagt – obwohl die Tiere immer seltener werden.

Delfindressur©K.P.Kniess

Fang für Delfinarien

Vergnügungsparks in aller Welt halten Hunderte aus dem Meer gefangener Kleinwale und Delfine als "schwimmende Clowns". In kargen Betonbecken und abgeschnitten von ihrem Familienverband verkümmern die sozialen Tiere. Dennoch sind Delfinarien und Angebote wie die Delfintherapie nach wie vor populär. Pro Wildlife kämpft gegen den Fang der kleinen Meeressäuger, protestiert gegen den Neubau von Delfinarien und klärt die Öffentlichkeit über das Leid der intelligenten Meeressäuger in Gefangenschaft auf. Unter anderem machte Pro Wildlife bekannt, wie eine internationale Delfin-Mafia vor den Salomonen Große Tümmler fängt, um sie an Vergnügungsparks zu verkaufen. Derzeit ist der japanische Fischerort Taiji der weltgrößte Lieferant wildgefangener Delfine – doch wir hoffen, dass verstärkte Protetste der Öffentlichkeit aufgrund des Kinofilms DIE BUCHT eine Kehrtwende einleiten.

Delfinjagd in Futo (Japan): Eine Erfolgsgeschichte

  • Im Juni 2000 spielen Tierfreunde aus Japan Pro Wildlife ein Video zu, das die grausame Delfinjagd im japanischen Fischerort Futo zeigt.
  • Pro Wildlife gibt das Video an stern-TV, das Magazin STERN bringt das Thema zeitgleich als Titelgeschichte. Die Berichte schlagen ein wie eine Bombe: Niemals zuvor wurden solche schockierenden Bilder von der Delfinjagd veröffentlicht.
  • Zehntausende Menschen protestieren bei der japanischen Botschaft in Berlin. Fernsehsender in ganz Europa strahlen das Video aus. Auch Zeitschriften und Zeitungen berichten über die brutale Delfinjagd in Futo. Und das Unglaubliche geschieht:
  • September 2000 - eigentlich Start der neuen Jagdsaison: Doch der kleine Fischerort Futo, in dem zuvor jährlich bis zu 600 Delfine abgeschlachtet wurden, beugt sich dem internationalen Protest: Die Massaker sind seither dort eingestellt! Mit Ausnahme von 24 Tieren, die 2004 gefangen wurden. Dies rettete bis 2009 knapp 5.000 Delfinen das Leben!

Futo liegt in der japanischen Provinz Wakayama. Dort liegt auch das Fischerdorf Taiji, unfreiwilliger Schauplatz des Dokumentarfilms DIE BUCHT, der seit 22. Oktober 2009 in deutschen Kinos läuft. In Taiji werden noch immer 2.000 Delfine jährlich in Buchten getrieben und dort mit Messern und Speeren getötet.

Helfen Sie, damit sich die Erfolgsgeschichte von Futo auch in Taiji und den anderen japanischen Gemeinden, wo heute noch Delfinjagd stattfindet, wiederholt.

>> Protestieren Sie bei der japanischen Regierung!

Wal- und Delfinschutz

Buckelwalfamilie©G_Degen

Schutz für Meeressäuger

Pro Wildlife setzt sich für einen konsequenten Schutz von Walen und Delfinen ein. Die Meeressäuger werden zu Zehntausenden gejagt, ihr Lebensraum immer mehr verschmutzt. Ihre Nahrung aus Fisch und Krill schwindet wegen der Überfischung der Meere. Pro Wildlife dokumentiert, welche Folgen Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimaveränderung für die Meeressäuger haben und wie die Jagd das Überleben der Meeressäuger bedroht. Unsere Studien tragen auf Konferenzen der Internationalen Walfangkommission (IWC) dazu bei, eine weitere Lockerung des Walschutzes zu verhindern.

>> IWC 2010: "Kompromiss" bedroht Walfangmoratorium

>> Die Internationale Walfangkommission

>> Vor Ort

>> Kampagnen

 

Delfinschutz vor Ort

Fischernetz Franciscana Projekt©AquaMarina CECIMSüdamerika: Beifang reduzieren

Jährlich sterben weltweit etwa 300.000 Kleinwale und Delfine qualvoll in Fischernetzen. Besonders bedroht sind die Franciscana-Delfine, die nur an der Ostküste Südamerikas vorkommen. Pro Wildlife unterstützt die Suche nach Fangmethoden, die die Delfine schützen und die auch von den lokalen Fischern genutzt werden können. Lesen Sie mehr...

 

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Kampagnen

Buckelwale©NOAADie Internationale Walfangkommission (IWC)

Die massive Waljagd im 19. und 20. Jahrhundert ließ die  Bestände vieler Walarten dramatisch sinken. Seit 1931 versuchte man, die vollständige Ausrottung der begehrten Beute zu verhindern. Die zahlreichen Absprachen erwiesen sich jedoch in der Praxis als unzureichend. Im Jahre 1946 wurde endlich die "Konvention zur Regelung des Walfangs" ins Leben gerufen, die zur Umsetzung ihrer Ziele die Internationale Walfangkommission (IWC) gründete. Erst 1982 erreichte die IWC einen Durchbruch zum Walschutz – ein Moratorium für den kommerziellen Walfang, das 1986 endlich in Kraft trat. Lesen Sie mehr...

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Buckelwalfluke©NOAA

Walfang: Tricks der Walfänger entlarven

Seit 1986 gilt ein kommerzielles Fangverbot für alle Großwale. Doch dieser Beschluss der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat verhängnisvolle Schlupf- löcher, dank derer die Walfangstaaten skrupellos jährlich rund 2.000 Wale töten können. Pro Wildlife kämpft für den Schutz der Meeresriesen. Lesen Sie mehr...

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Weißstreifendelfin©NOAADelfinfang: Protest gegen Jagd und Delfinarien

Großwale unterliegen weltweit einem Jagd- und Handelsverbot – die Lage ihrer kleinen Vettern dagegen ist kritisch. Kleinwale und Delfine geraten immer mehr an den Rand der Ausrottung. Pro Wildlife kämpft für einen besseren Schutz der Meeressäuger und gegen die vollkommen unnatürliche Haltung der Tiere in Delfinarien in Europa. Lesen Sie mehr...

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Walfang

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Buckelwalfluke©NOAATricks der Walfänger enthüllen

Seit 1986 gilt ein kommerzielles Fangverbot für alle Großwale. Doch dieser Beschluss der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat verhängnisvolle Schlupflöcher, die die Walfangstaaten skrupellos ausnutzen und so alljährlich etwa 2.000 Wale töten. Pro Wildlife kämpft für den konsequenten Schutz der Meeresriesen und widerlegt die Argumente der Walfänger für die Erhöhung der Fangquoten. So kämpft Pro Wildlife auch gegen jegliche Lockerung des Walfangverbotes - wie sie bei der IWC-Tagung 2010 droht.

Sondermüll auf dem Teller

Japan und andere Walfangländer behaupten, sie bräuchten Walfleisch als Nahrungsgrundlage für ihre Bevölkerung. Die Verschmutzung der Meere beispielsweise durch Schwermetalle und andere giftige Chemikalien (PCB, DDT, Chlordan etc.) stellt jedoch eine noch nicht absehbar große Gefahr für die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Wale dar. Aber auch die Folgen für die Konsumenten sind dramatisch: Wissenschaftliche Studien auf den dänischen Färöer-Inseln belegen, dass Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft und Stillzeit Walfleisch verzehrt haben, in ihrer geistigen Entwicklung zurückbleiben. Mit der Studie "Toxic Menu - Contamination of Whale Meat and Impact on Consumers' Health" zeigt Pro Wildlife auf, wie riskant der Konsum von Walfleisch für die menschliche Gesundheit ist.

Leere Meere

Die Walfangländer Japan und Island argumentieren seit einigen Jahren, Wale und Delfine seien für den Rückgang der Fischbestände verantwortlich und müssten deshalb durch Jagd dezimiert werden. Wissenschaftlich gesehen ist diese Argumentation völlig unhaltbar: Die meisten Walbestände sind heute kleiner als vor Beginn des kommerziellen Walfangs – damals waren die Fischbestände noch gesund, obwohl deutlich mehr Wale durch die Ozeane schwammen. In der Studie " Running out of Fish" widerlegt Pro Wildlife die fadenscheinige Hypothese der Walfänger: Nicht die Wale sind schuld an der Fischknappheit, der Mensch zerstört durch folgenschwere Fischerei-Praktiken (z.B. Schleppnetze) die Artenvielfalt der Meere.

Minkewal©Centre for Whale Research

Die begehrtesten Opfer der Walfänger

Zwerg- oder Minkewal (Balaenoptera arcutorostrata): Dieser kleinste und am häufigsten vorkommende Furchenwal lebt in drei geographisch isolierten Populationen: im Nordpazifik, im Nordatlantik und in der Südhemisphere. Diese Walart ist das beliebteste Ziel der Walfänger: Zwischen 2001 und 2008 wurden 7.305 Minkewale getötet, davon erlegte allein Norwegen 4.645 Tiere.

Grauwal (Eschrichtius robustus): Mit einer Strecke von fast 20.000 Kilometern legt dieser Wal die längste für Säugetiere bisher bekannte Wanderung zurück. Die nordatlantische Population dieses Großwales wurde bereits im 17. und 18. Jahrhundert durch den Walfang vollständig ausgelöscht. Auch die koreanische Population ist inzwischen vermutlich ausgerottet. Die im östlichen Pazifik lebende kalifornische Population war bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf ein paar Hundert Tiere reduziert.  1946 wurde sie unter Schutz gestellt und konnte sich wieder erholen. Russland erlegte innerhalb der letzten acht Jahre 871 Grauwale für den "Subsistenz-Walfang" der Chukotka-Ureinwohner in Sibirien – doch ein Teil dieses angeblich dringend benötigten Walfleisches wird in Pelztierfarmen verfüttert.

Seiwal (Balaenoptera borealis): Er ist nach Blau- und Finnwal der drittgrößte und der am wenigsten erforschte Vertreter der Furchenwale. Der Seiwal misst bis zu 21 Meter. 492 Seiwale fielen zwischen 2001 und 2008 Japans "Wissenschaftswalfang" zum Opfer. Und das, obwohl diese Art auf der Roten Liste gefährdeter Arten als stark gefährdet gilt und sie auch durch das Washingtoner Artenschutzabkommen streng geschützt ist.

Brydewal (Balaenoptera edeni): Dieser bis zu 20 Tonnen schwere Wal bevorzugt wärmere Gewässer in den Tropen und gemäßigten Breiten. Zwischen 2001 und 2008 erlegte Japan 395 Brydewale zu "wissenschaftlichen Zwecken". Obwohl der Giftstoffgehalt dieser Walart über den zulässigen Grenzwerten in Japan liegt, hält Tokio an der Jagd fest.

Finnwal©Centre for Whale ResearchFinnwal (Balaenoptera physalus): Der Finnwal ist mit bis zu 26 Metern Länge nach dem Blauwal das zweitgrößte Säugetier der Welt. Er ist in allen Ozeanen zu Hause, am häufigsten jedoch in gemäßigten und küstennahen Gewässern der südlichen Hemissphäre anzutreffen. Diese Walart ist laut der Roten Liste der gefährdeten Arten stark gefährdet und im Anhang I (absolutes Handelsverbot) des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gelistet. Zwischen 2001 und 2008 erlegte Dänemark (Grönland) 79 Finnwale. 2006 bejagte auch Island erstmals wieder diese bedrohten Meeresriesen.

Pottwal (Physter macrocephalus): Das Verbreitungsgebiet dieses größten Vertreters der Zahnwale erstreckt sich vom Arktischen bis zum Antarktischen Ozean, wobei der Pottwal tiefe Gewässer bevorzugt. Mit Tauchgängen von bis zu 2.000 Metern und bis zu zwei Stunden Dauer sind Pottwale wahre Rekordhalter unter den Säugetieren. In der Roten Liste der gefährdeten Arten wird er als gefährdet eingestuft und unterliegt dem kommerziellen Handelsverbot des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Trotz Walfangverbot tötete Japan zwischen 2001 und 2008 45 Pottwale.

Die IWC – Dauerstreit um das Walfangverbot

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Buckelwal©NOAAFür ein kommerzielles Walfangverbot

Die massive Waljagd im 19. und 20. Jahrhundert ließ die  Bestände vieler Walarten dramatisch sinken. Seit 1931 versuchte man, die vollständige Ausrottung der begehrten Beute zu verhindern. Die zahlreichen Absprachen erwiesen sich jedoch in der Praxis als unzureichend. Im Jahre 1946 wurde endlich die "Konvention zur Regelung des Walfangs" ins Leben gerufen, die zur Umsetzung ihrer Ziele die Internationale Walfangkommission (IWC) gründete. Erst 1982 erreichte die IWC einen Durchbruch zum Walschutz – ein Moratorium für den kommerziellen Walfang, das 1986 endlich in Kraft trat.

Die meisten Länder halten sich heute an das Walfangverbot. Norwegen und Russland dagegen legten fristgerecht Einspruch ein und sind daher rein juristisch nicht an das Moratorium gebunden. Japan nutzt den Deckmantel der "Wissenschaft", für die das Töten der Meeresriesen auch weiterhin erlaubt ist. Island trat 1989 aus der IWC aus – und wurde nach einem Täuschungsmanöver im Oktober 2002 wieder aufgenommen. Von 2003 bis 2007 tötete auch Island wieder 200 Zwergwale unter dem Deckmantel "wissenschaftlicher Forschung", seit 2006 bejagt es sogar unverfroren für kommerzielle Zwecke Zwerg- und Finnwale.

Doch trotz dieser Lücken führte das Moratorium zu einem deutlichen Rückgang der Fangquoten. Starben in den 1980er Jahren noch mehr als 12.000 harpunierte Wale jährlich "aus kommerziellen Gründen", waren es 1996 weniger als tausend Tiere. Seither steigen die Zahlen jedoch wieder: Derzeit sind es knapp 2.000 Wale pro Jahr.

Um diese Eskalation einzudämmen, arbeitete eine IWC-Arbeitsgruppe seit 2008 hinter verschlossenen Türen an einem "Kompromiss", der auf der IWC-Tagung im Juni 2010 zur Abstimmung steht und eine große Gefahr für den Walschutz darstellt.

Buckelwalfluke©NOAAAntarktis-Schutzgebiet: Teuer bezahlt?

Ein weiterer Erfolg für den Schutz von Walen ist das Schutzgebiet um die Antarktis – eine riesige Fläche mit wichtigen Nahrungsgründen der Meeressäuger. Mit einer einzigen Gegenstimme von Japan wurde das Schutzgebiet 1994 beschlossen. Doch um das Walschutzgebiet durchsetzen zu können, mussten die Walschutz-orientierten IWC-Vertragsstaaten eine diplomatische Gegenleistung erbringen, die vielen Artenschutzorganisationen schwer im Magen liegt: Auf der gleichen Konferenz wurde beschlossen, einen Management-Plan (Revised Management Plan, RMP) auszuarbeiten, der zukünftig Fangquoten, basierend auf zuverlässigen Bestandsschätzungen, ermöglichen soll. Ein so genanntes "Revised Management Scheme" (RMS) soll darüber hinaus die Rahmenbedingungen festlegen – und vor allem sicher stellen, dass die Einhaltung der Quoten überwacht wid. Dieser gefährliche Ansatz zur Aufweichung des Walschutzes wurde auf den Konferenzen der letzten Jahre Stück für Stück weiterentwickelt. Einige Walschutzländer zeigen sich durch den ständigen Ausbau der Walfangaktivitäten von Japan & Co. zunehmend kompromissbereit und handelten hinter verschlossenen Türen einen Vorschlag für einen Kompromiss mit den Walfangländern aus.

Harpune©O.Lindquist

Hinter den Kulissen der IWC

Die IWC Vertragsstaaten treffen sich einmal jährlich, wobei Walfang- und Walschutzinteressen in den Verhandlungen aufeinanderprallen. Die IWC kann einerseits Resolutionen verabschieden, andererseits Änderungen ihrer Statuten ("Schedule Amendments", z.B. Fangquoten, Einrichtung neuer Schutzgebiete etc.) beschließen. Resolutionen, für deren Verabschiedung eine einfache Mehrheit ausreicht, haben lediglich Empfehlungscharakter – drücken aber dennoch den Willen der Mehrheit der IWC-Staaten aus.  Um die Statuten zu ändern, bedarf es  mindestens einer Dreiviertelmehrheit. Beim derzeitigen Patt zwischen Ländern mit Walfang- und Walschutzinteressen ist eine Änderung der Statuten kaum möglich. Abstimmungsberechtigt sind nur Länder, die ihre Mitgliedschaftsbeiträge gezahlt haben und anwesend sind.

Die Mitgliedsstaaten der IWC

(Stand: April 2010: 88 Staaten)

Walschutz-orientierte Länder: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Costa Rica, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Indien, Irland, Israel, Italien, Kenia, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Nikaragua, Österreich, Panama, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika, Tschechien, Ungarn, USA, Uruguay, Zypern.

Walfang-unterstützende Länder: Antigua & Barbuda, Belize, Benin, China, Dänemark (*), Dominica (**), Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guinea, Guinea-Bissau, Island, Japan, Kambodscha, Kamerun, Kiribati, Laos, Mali, Marokko, Marshall-Inseln, Mauretanien, Mongolei, Nauru, Norwegen, Oman, Palau, Republik Kongo, Russland, Salomonen, Senegal, St. Kitts & Nevis, St. Lucia, St. Vincent & die Grenadinen, Südkorea, Surinam, Tansania, Togo, Tuvalu.

 (*): Obwohl Dänemark als EU-Mitgliedsstaat an einen EU-Beschluss pro Walfang-Moratorium gebunden ist, unterstützt die Regierung in den meisten Abstimmungen die Walfangseite, um die Interessen der (semi-)autonomen Regionen Grönland und Färöer-Inseln zu wahren.

(**): In Dominica findet derzeit eine Neuausrichtung statt: 2009 nahm Dominica nicht an der IWC teil. Offenbar will man sich vom "Japan-Stimmenblock" distanzieren.

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