Delfine: weltweit in Gefahr
Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2006 als ausgestorben; auch der Irawadi-Delfin, der Hector-Delfin und der Maui-Delfin stehen kurz vor der Ausrottung. Vom Kalifornischen Schweinswal (Vaquita) gibt es vermutlich nur noch weniger als zehn Tiere… Delfine und Kleinwale sind weltweit in Gefahr: Fischernetze, Harpunen, Giftstoffe und Plastik werden ihnen zum Verhängnis.
Mehr als 70 Arten Delfine und Kleinwale gibt es, acht von ihnen sind laut Roter Liste der IUCN als bedroht eingestuft, von 41 Arten kennt man nicht einmal die Bestandsgröße (Bericht als PDF).
Jagd: 100.000, Beifang: 300.000
Meldungen zu einzelnen Jagd-Events wie zuletzt auf den Färöer-Inseln finden ihren Platz in den internationalen Medien, aber das globale Ausmaß der Delfinjagd ist den Wenigsten bewusst: Jedes Jahr sterben etwa 100.000 Delfine und Kleinwale allein durch gezielte Jagd – und ein Großteil von ihnen stirbt nur, um als Köder in der kommerziellen Fischerei genutzt zu werden. Dazu kommt eine Gemengelage an Bedrohungen, für die – wie so oft – der Mensch verantwortlich ist:
- Beifang in den Netzen der industriellen Fischerei
- Jagd für Fleischmarkt
- Köder für die Haifischerei
- Fang für Delfinarien und Zoos
- Nahrungsmangel durch Überfischung
- Hungertod durch mit Plastikmüll verstopfte Mägen
- Krankheiten durch Giftstoffe
- Desorientierung und Strandungen wegen Unterwasserlärm
Pro Wildlife setzt sich seit 1999 gegen die brutale Delfinjagd ein
Wir erstellen fundierte Studien und Berichte als Verhandlungsgrundlage mit den Verantwortlichen, erkämpfen die Schließung von Delfinarien und betreiben nachhaltige Aufklärungsarbeit zum Schutz von Meeressäugern.
Besserer Schutz durch mehr Wissen
Oft scheitern konkrete Schutzmaßnahmen daran, dass zu wenig über die Gefahren für die Tiere und deren Bestandsgrößen bekannt ist. Deshalb fördert Pro Wildlife Projekte zur Erforschung von Delfinen und Kleinwalen rund um den Globus.
Derzeit untersucht ein von uns unterstütztes Forscherteam in Argentinien, wie konkret den Beifang von Commerson-Delfinen in der Fischerei verhindert werden kann. Ein weiteres Projekt ergründet die Auswirkungen eines Staudammprojektes an der Grenze zwischen Nepal und Indien auf den stark gefährdeten Ganges-Flussdelfin und seinen Lebensraum. In Peru wird die Bestandsgröße und -entwicklung des Burmeister-Schweinswals erforscht – die Studie soll gezielte Schutzmaßnahmen identifizieren.

Jetzt Delfinen helfen!

93 % Rückgang der Jagd in Japan
Unsere Dokumentationen zur Giftstoff-Belastung in Delfinfleisch und die anhaltende internationale Kritik führen zu einem massiven Rückgang von 2000 bis 2018! Über Stern TV veröffentlichten wir 2001 Videoaufnahmen aus der japanischen Küstenstadt Futo; 2009 waren wir offizieller Partner der Oskar-prämierten Dokumentation „Die Bucht“, die weltweit Proteste auslöste. Seit 2005 klären wir über die Giftstoff-Belastung in Delfin- und Walfleisch auf. Unser Bericht „Toxic Menu“ dokumentierte Gesundheitsrisiken durch den Verzehr von Delfin- und Walfleisch. Der Bericht sorgte für große Aufmerksamkeit auch in den Walfangländern und war 2012 Grundlage einer warnenden Resolution der Internationalen Walfangkommission (IWC).

Einsatz gegen Delfinarien
Die Zahl der Delfinarien geht dank der vehementen Kritik von Tierschutzorganisationen europaweit und in der westlichen Welt zurück. Hierbei helfen unsere Petitionen und Protestaktionen – z.B. gegen das berüchtigte „Walgefängnis“ in Russland, gegen Delfinarien-Baupläne von Rügen bis Mauritius – wie auch unsere fortwährende Aufklärungsarbeit: So war Pro Wildlife u.a. offizieller Partner der Kino-Dokumentation „Blackfish“ (2013), die das Leiden von Orcas in Delfinarien aufzeigte und die Einnahmen in den Seaworld-Shows zusammenbrechen ließ. Auch zeigen wir immer wieder die Verantwortung von Delfinarien auf, die durch den Kauf von Jungtieren aus der japanischen Kleinstadt Taiji die dortigen Delfinmassaker finanzieren.

Besserer Schutz für Delfine
Pro Wildlife setzt sich bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) und beim Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) für einen strengeren Schutz von Walen und Delfinen ein. Bei der IWC konnten wir mehrere Resolutionen auf den Weg bringen, die ein Eindämmen der Delfinjagd fordern oder die Belastung von Delfinen mit Giftstoffen aufzeigen.

Kampagne gegen Einwegplastik und Müllflut
Um die Vermüllung der Meere zu stoppen, drängen wir mit politischen Stellungnahmen auf schärfere nationale und EU-Gesetze. Seit 2019 gilt ein EU-Verkaufsverbot für diverse Einwegplastikartikel. Doch das reicht uns nicht. Mit unserer Plastik-Scout-Kampagne sensibilisieren wir Verbraucher, Kunststoffverpackungen zu vermeiden und Druck auf den Handel auszuüben.
Ihre Spende für Delfine per Überweisung
Wenn Sie nicht so gerne online spenden möchten, können Sie Ihre Spende selbstverständlich auch auf unser Spendenkonto überweisen. Nutzen Sie dazu entweder Ihr eigenes Online-Banking oder einen Überweisungsschein Ihrer Bank.
Unser Spendenkonto:
SozialBank
Inhaber: Pro Wildlife e.V.
IBAN: DE72 3702 0500 0008 8852 00
BIC: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: „Delfinschutz“
Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen

Elisabeth Kell
Patenschaft- & Spendenbetreuung
E-Mail: spender(at)prowildlife.de
Tel. 089 90 42 990 00
Telefonisch für Sie erreichbar:
Mo, Di, Do 9:00 bis 15:00 Uhr